Das Unterbewusstsein


"Das Unbewußte ist kein dämonisches Ungeheuer, sondern ein moralisch, ästhetisch und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich wird, wenn unsere bewußte Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist" Carl Gustav Jung


 

Es ist die zweite Natur Ihres Geistes, das Unterbewusstsein. Um das Unterbewusstsein zu beschreiben und um sich dessen Dimension bewusst zu machen, wird gerne das bekannte Eisberg-Modell von Siegmund Freud herangezogen. Stellen Sie sich nun einen Eisberg vor, dessen Spitze aus dem Wasser ragt. Der sichtbare Bereich des Eisberges beträgt 10 % des gesamten Berges. Unter dem Wasser befinden sich die anderen 90%. Diese Metapher soll das Verhältnis zwischen Bewusst- und Unterbewusstsein verständlich machen. Der ganze Berg stellt unseren Geist dar, während die Eisbergspitze von Freud als das ICH das Bewusstsein darstellt. Das Wasser stellt die Bewusstseinsgrenze dar, worunter sich der wesentlich größere Teil unseres Geistes befindet. Den unteren Teil des Berges bezeichnet Freud als ES, dem Unbewussten. Wenn Sie nun daran denken, dass Sie tatsächlich nur 10% Ihres geistigen Potenzials bewusst nutzen, dürfte Ihnen  auch klar sein, welche Möglichkeiten  vor Ihnen stehen. Ich wiederhole es noch einmal ausdrücklich, es spielt absolut keine Rolle, was Sie bis jetzt in Ihrem Leben gelernt oder gemacht haben. Wenn Sie lernen, Ihr geistiges Potenzial auszuschöpfen, können Sie nahezu alles erreichen, was Sie sich vorstellen und glauben. Es mag sein, dass bei manchen Menschen die 10% Bewusstseinsebene nicht so gebildet oder trainiert sind wie bei anderen,  weil Sie vielleicht nicht genug Aufmerksamkeit bekommen haben. Oder Sie konnten keine Schule besuchen. Aber das ist kein unveränderlicher Zustand. Jeder Mensch hat im Grunde genommen dasselbe Potenzial. Es gibt  nur Unterschiede in der Veranlagung, mancher ist mehr künstlerisch aktiv, der andere mehr auf logischen Gebieten. Wenn Sie Ihr unbewusstes Potenzial aktivieren, machen Sie Defizite auf der Bewusstseinsebene mehr als wieder wett. Die geistigen Ressourcen des Unterbewusstseins sind, wie wir noch sehen werden, fast unerschöpflich. Falls Sie also meinen, dass Ihre geistigen Fähigkeiten nicht ausreichen, sind Sie auf dem falschen Weg. Albert Einstein sagte zum Beispiel mal Folgendes:

 

„Die meisten Menschen nutzen nur fünf bis sechs Prozent ihrer Gehirnkapazität. Ich nutze sieben Prozent!" Albert Einstein


Sie können mit einigen Methoden die 90%, die Ihr Unbewusstes ausmacht, anzapfen und für sich arbeiten lassen. Diese fast unerschöpfliche Ressource kann geistige Mängel mehr als wieder ausgleichen. Als Beweis kann man dafür Menschen wie Henry Ford oder Thomas Edison heranziehen. Ford hatte so gut wie keine Schulbildung. Er nutze aber unbewusst vielleicht sogar bewusst, seine geistigen Kräfte. Henry Ford wurde damals zu einer der reichsten Männer der Welt und revolutionierte die Industrie mit seiner Erfindung, dem Fließband. Er hatte die Vision von einer mobilen Gesellschaft und wollte bezahlbare Fahrzeuge für alle schaffen. Das Henry Fords Vision real geworden ist, kann man heute sehen. Extremer sogar noch als zu seinen Lebzeiten. Das alles schaffte er trotzdem ohne große Schulbildung. Wahre Bildung ist, nicht unnützes Wissen zu sammeln, sondern zu wissen, woher wir benötigtes Wissen bekommen. Und ich sage Ihnen, dass in unserer heutigen Zeit mit Internet und Fernsehen praktisch keine Grenzen mehr vorhanden sind. Hätte Henry Ford die Möglichkeiten gehabt, die wir heute haben, er hätte Sie genutzt. Tun Sie das auch. Auch Edison galt in der Schule als Sonderling und wurde als dumm abgestempelt. Als er über Jahre tausendmal versuchte, mit einem Draht und Elektrizität Licht zu erzeugen, wurde er ausgelacht. Doch er schaffte es und erfand die Glühbirne. Ich brauche Ihnen wohl auch nicht zu sagen, was die Menschen über ihn gedacht haben, als er behauptete, die menschliche Stimme durch einen Draht über mehrere Kilometer zu verschicken, als er vorhatte, den Phonographen zu erfinden. Sie alle benutzen Methoden, um das Potenzial Ihres Unterbewusstseins zu nutzen. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben und alle wichtigen Gesetzmäßigkeiten kennen und sich vielleicht einmal mit der Biographie dieser oder anderer erfolgreicher Männer beschäftigen, werden Sie entdecken, dass alle im wesentlichen ihre 3 Kräfte synchronisiert haben. Eine Kraft davon ist das Unterbewusstsein. Beachten Sie auch keine weiteren Bemerkungen über unsere heutige Zeit. Oft kann man hören, dass heutzutage alles den Bach runter geht und man keine Chancen mehr hat. Sicherlich war es früher vielleicht etwas leichter selbstständig zu werden oder Arbeit zu bekommen. Dafür haben wir aber heute auch viel mehr Möglichkeiten als früher. Die größte Möglichkeit aber ist das Wissen um die menschliche Psyche, deren Besonderheiten wir gezielt nutzen sollen.

Nun gab es aber auch sehr viele, die behauptet haben, es existiert kein Unterbewusstsein. Dass solche Theorien nicht der Wahrheit entsprechen, kann jeder durch einfache Beobachtungen und Nachdenken prüfen. Ein Indiz für die unterbewusste Tätigkeit sind Träume. Während Ihr Bewusstsein schläft, arbeitet Ihr Unterbewusstsein weiter und verarbeitet Eindrücke und Erlebnisse im Traum. Oft versucht es Ihnen sogar etwas durch Träume mitzuteilen. Manchmal passiert es auch, das uns plötzlich Gedankenblitze kommen, die aber nichts mit der Tätigkeit zu tun haben, mit der wir gerade beschäftigt sind. Das Gehirn arbeitet normalerweise verzweigt. Das bedeutet, Sie denken in Engrammen, eine Erinnerung führt zur nächsten. Daher muss es eine unabhängige (autonome) geistige Größe geben.

 

Wenn im Bewusstsein eine Vorstellung auftaucht, die weder in einem nachweisbaren Zusammenhang mit dem augenblicklichen Bewusstseinsinhalt steht, noch auch direkt durch einen Sinnesreiz hervorgerufen ist, so muss sie das Resultat  einer unbewussten Tätigkeit sein. Alfred Lehmann

Ein weiteres Indiz für eine unbewusste Tätigkeit ist die automatische Handlung. Alles, was Sie schon mal öfter gemacht haben, geht in Fleisch und Blut über. Das beste Beispiel, das ich gerne dafür nehme, ist das Autofahren. Erst mussten Sie es üben und die nötigen Regeln dazu erlernen. Heute fahren Sie zum größten Teil automatisch. Sie schalten z.B. die Kupplung, ohne darüber nachzudenken und reagieren in bestimmten Situationen ebenfalls automatisch. Man kann also sagen, dass das Unterbewusstsein Ihren Wagen fährt. Deshalb geschieht es auch oft, dass man während einer Autofahrt in Trance gerät. Das bedeutet, dass Ihr Unterbewusstsein die Kontrolle übernimmt und das Bewusstsein zurücktritt. Wenn das Bewusstsein zurückgetreten ist und das Unbewusste die Kontrolle übernommen hat, spricht man von Trance. Daher kommen solche Situationen, dass Sie sich plötzlich nicht mehr an die letzen 5 Minuten einer Autofahrt erinnern können. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal so, eine Ausfahrt verpasst. Oft sagen wir dann, wir sind in Gedanken gewesen. In Wahrheit aber waren Sie in einer Trance. Sie haben ja nicht geschlafen, denn Sie sind ja weiter in Ihrem Wagen gefahren und hätten sogar in Notfällen reagieren können. Auch Tagträume sind Situationen, in denen das Unbewusste hervortritt und wir in eine Trance gleiten. Wir werden aber noch weitere Beispiele im Text für unbewusste Tätigkeiten nennen. Es sind, wie schon einmal erwähnt, keine esoterischen Beschwörungen oder Zaubertricks nötig, um mit geistigen Potenzialen zu arbeiten. Die Erfolgsstrategie in diesem Buch entspricht wissenschaftlich und geistig gesicherten Erkenntnissen, mit denen viele Menschen bereits erstaunliche Taten vollbringen konnten. Manche Weisheiten sind sogar tausende von Jahren alt, weil Sie ganz einfach der Wahrheit entsprechen. Gerade in der Bibel lassen sich viele Weisheiten entdecken, die erst kürzlich wieder durch die psychologische Wissenschaft und Neurologie aufgegriffen wurden. Mit Ihrem Unterbewusstsein besitzen Sie ein sehr mächtiges Werkzeug. Allerdings müssen Sie lernen, es zu benutzen.

Das Unterbewusstsein ist nicht nur vorhanden, sondern es steuert Ihre gesamten unbewussten Vorgänge. Darunter gehört die Atmung. Sie können zwar bewusst atmen, aber die meiste Zeit über geschieht das unbewusst. Sie brauchen sich nicht darauf konzentrieren. Es passiert einfach so. Auch auf den Augenschließreflex nehmen sie kaum bewusst Einfluss. Ihre Haut erneuert sich und sondert in einem regelmäßigen Zyklus Hautschüppchen ab und bildet neue, ohne dass sie darauf Einfluss nehmen. Frauen bekommen zu einer bestimmten Zeit ihre Regel, ohne dass Sie auf einen Kalender schauen und das willentlich einleiten. Ihr Herz schlägt, Ihr Magen arbeitet, Ihr Darm nimmt sich wertvolle Nährstoffe aus Ihrer Nahrung und sortiert Sie  von Unbrauchbarem, ohne dass Sie es ihm vorher gesagt haben. Wenn Sie sich verletzt haben oder einen Knochen brechen, wird Ihr Unterbewusstsein alle nötigen körperlichen Vorgänge einleiten, die für die Heilung wichtig sind. Sie brauchen es ihm nicht zu sagen. Es arbeitet also selbstständig und unabhängig von Ihrem Bewusstsein, wenn Sie es denn lassen. Diese Autonomie des Unbewussten ist auch sehr nützlich. Stellen Sie sich vor, wenn Sie alles bewusst steuern müssten. Entweder wären wir damit total überfordert oder wir würden es zu unseren Ungunsten einsetzen. Diesen gesamten Apparat steuert das Unterbewusstsein wiederum durch ein separates Nervensystem. Dieses Nervensystem heißt sympathetisches System. Während das Zentrum unseres zerebrospinalen Systems, also unserer bewussten Tätigkeiten, im Gehirn sitzt, ist das Zentrum des sympathetischen Unbewussten der Solarplexus (Sonnengeflecht). Man kann also sagen, dass der Solarplexus das Gehirn des Unbewussten ist. Es gibt aber trotzdem tomografische Beobachtungen, die zeigen, dass auch vom Gehirn unbewusste Vorgänge ausgehen. Der ganze Zusammenhang zwischen Bewusstem und Unbewusstem ist also bis heute neurologisch noch nicht vollständig geklärt. Auf jeden Fall kann man sagen, dass diese beiden Nervensysteme getrennt arbeiten, aber auch miteinander, ähnlich wie es auf mentaler und psychologischer Ebene entspricht. Der Vagus (Hauptnerv des parasympathischen Systems) verlässt das Gehirn als Teil des bewussten Nervensystems. In seinem weiteren Verlauf durch die Brust verzweigt dieser Nerv Seitenstränge zum Herz und zur Lunge. Er bildet also ein Bindeglied, und somit sind medizinisch betrachtet die beiden Nervensysteme miteinander verbunden. Vereinfacht gesagt arbeitet das Unterbewusstsein lieber alleine, und das ist auch gut so. Trotzdem können wir aber sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene Einfluss auf die unbewussten Vorgänge nehmen. Ein negatives Beispiel dafür ist Stress.

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum Stress ausgesetzt werden, kann das gefährliche Folgen haben. Wenn Sie unter Druck stehen, beginnt Ihr Körper (Stop! Achten Sie einmal auf die Redewendung: „…beginnt Ihr Körper…“. Beginnt tatsächlich der Körper etwas? Nein, man kann dieses Wort Körper in dem Zusammenhang auch mit Unterbewusstsein austauschen.) Stresshormone wie Adrenalin und Normadrenalin auszuschütten. Diese Hormone bewirken im Körper bestimmte Reaktionen, wie beschleunigter Puls, Erweiterung der muskelversorgenden Gefäße und anderer körperlicher Reaktionen, die die Leistung des Organismus erhöhen sollen. Außerdem werden Proteine in den Zellen freigesetzt, die Abbauvorgänge und Entzündungen auslösen. Diese Reaktionen sind also nicht gerade gesund für den menschlichen Körper, wenn Sie über längere Zeit andauern. Da ein Stressfaktor oft Angst und Sorge sein kann, sind unsere Gedanken in Wirklichkeit der Auslöser von Stress. Die Folge davon ist, dass wir unser Unterbewusstsein bei seiner eigentlichen Arbeit empfindlich stören, indem wir von ihm verlangen, unseren Körper ständig wegen irgendwelcher Kleinigkeiten in Alarmbereitschaft zu versetzen. Der Zustand von Angst und Stress schädigt somit unseren gesamten Organismus. Psychosomatische Krankheiten, Depressionen, Panikattacken und Burnout-Syndrom sind die Preise, die wir dafür bezahlen müssen. Wenn wir aber jetzt diese Situation unter dem Gesichtspunkt der beiden getrennten Nervensysteme und Bewusstseinsebenen betrachten, können wir daraus schließen, dass wir unser Unterbewusstsein mit unserem bewussten Denken beeinflussen können. Wir haben durch Angst und Sorge unbewusst unserem Unterbewusstsein den Befehl gegeben, unseren Organismus in erhöhte Wachsamkeit und Leistungsbereitschaft zu versetzen. Wir haben also durch die Sicht der Dinge, durch unser bewusstes Denken, körperliche Vorgänge, wie das Ausschütten von Hormonen bewirkt. Sie sehen also, dass unser Unterbewusstsein auf unsere Gedanken und Emotionen anspricht und entsprechende Reaktionen auslöst. Das Beispiel von gefährlichem Stress sollte Ihnen zeigen, wie Ihre beiden Systeme zusammen arbeiten. Dieses Beispiel zeigt auch, dass sehr viele Menschen unbewusst negativ auf sich selbst einwirken. Es gibt noch viele andere Beispiele dafür, wie Menschen unbewusst ihr Unterbewusstsein dazu benutzen, um sich zu schädigen. Aber es gibt auch positive Beispiele, zu denen wir ebenfalls bald kommen werden. Lassen Sie uns noch einen Augenblick bei dem Thema der Zusammenarbeit unserer beiden Bewusstseinsebenen bleiben. Wir können Folgendes festhalten: Der menschliche Geist besteht aus einem bewussten und unbewussten Teil. Diese geistige Ebene spiegelt sich nach unserem Prinzip, wie innen – so außen, auch auf körperlicher Ebene wider. Denn in unserem Körper gibt es in sichtbarer Form zwei Nervensysteme, nämlich das vegetative und das somatische. Geläufig sind auch die beiden Unterscheidungen zwischen willkürlichem und unwillkürlichem Nevensystem. Das unwillkürliche vegetative System ist das autonome, vom Unterbewusstsein gesteuerte. Dieses System entzieht sich unserem Bewusstsein. Wir können es aber unbewusst und bewusst beeinflussen, wie wir bis jetzt festgestellt haben.

Jetzt dürfen Sie erst einmal aufatmen, denn Sie haben bis hierhin das Schwierigste an grauer Theorie geschafft. Im weiteren Verlauf wollen wir uns mit praktischen Dingen beschäftigen. Es ist nur sehr wichtig, dass Sie ein wenig Verständnis für das Funktionieren der menschlichen geistigen Ebene bekommen. Und wie gesagt, wir haben  bis zu diesem Punkt das Schwierigste geschafft. Ich halte nach wie vor mein Versprechen, Ihnen eine Erfolgsmethode zu zeigen, mit der Sie es schaffen werden, mindestens einen neuen Job zu bekommen. Der Schlüssel jedoch dazu ist dieses Wissen. Wir sind also keineswegs von unserem Weg abgekommen, sondern befinden uns auf geradem Weg. Vertrauen Sie mir, auch wenn das alles für Sie fremd erscheinen mag. Sie werden bald entdecken, was für Möglichkeiten sich Ihnen bieten werden, wenn Sie dieses Buch bis zum Schluss gelesen haben und sich alles verinnerlichen. Sie werden sehen, Ihr Ziel wird mit gewaltigen Schritten näher kommen. Es spielt auch keine Rolle, wie alt oder jung Sie sind, oder aus welcher Branche Sie kommen. Warum? Weil Sie lernen werden, die wirklich fast unerschöpflichen Ressourcen Ihres Unterbewusstseins zu nutzen. Unser Ziel wird es sein, zu lernen, wie wir das Unbewusste anzapfen und für uns arbeiten  lassen. Es schlummert mehr Potenzial in Ihnen, als Sie vielleicht glauben können. Wenn Sie das ganze Prinzip erst vollständig verstanden haben, ist das Mindeste, was Sie erreichen werden, einen neuen Job zu finden. Ich wage sogar zu behaupten, dass eine neue Arbeitsstelle nur der Trostpreis sein wird von dem, was Sie alles dadurch gewinnen können.

 

Das Experiment

Wie versprochen, lassen wir jetzt den schwierigsten Teil hinter uns und kommen nun zu etwas Praktischem. Wir wollen nun durch ein Experiment sichtbar machen, wie wir bewusst unser Unterbewusstsein beeinflussen. Außerdem ermöglicht uns dieses Experiment weitere geistige Gesetze zu extrahieren. Dieses Experiment und das damit gewonnene Wissen über die  Gesetzmäßigkeiten, wurden von dem englischen Arzt William Benjamin Carpenter entwickelt und wird als Carpenter-Effekt bezeichnet. Alles was wir dazu benötigen, ist ein Blatt Papier und ein Pendel. Da ich davon ausgehe, dass Sie bestimmt keinen Pendel zuhause in der Schublade haben, reicht es, wenn Sie mit einem ca. 50 cm langen Faden und einem Ring sich eines machen. Ziehen Sie dazu einfach den Faden durch den Ring, und knoten Sie den Faden oben zusammen. Als nächstes nehmen Sie sich ein Blatt Papier und zeichnen ein Kreuz darauf. Wenn Sie soweit sind, haben Sie alles, was Sie jetzt für dieses Experiment benötigen.

Setzen Sie sich jetzt am besten auf einen Stuhl am Küchentisch und legen das weiße Papier direkt vor sich. Und nehmen Sie das Pendel und halten es genau auf die Mitte des Kreuzes, das Sie auf das Papier gezeichnet haben. Jetzt achten Sie bitte darauf, dass der Ellbogen aufliegt und die Hand ganz ruhig ist. Das Pendel muss gerade runter zur Mitte des Kreuzes auf dem Papier zeigen.

Nun kann das Experiment beginnen. Stellen Sie sich jetzt bildhaft vor, wie das Pendel nun im Uhrzeigersinn um das Kreuz schwingt. Stellen Sie sich es ganz lebhaft vor. Und versuchen Sie jede Handbewegung zu vermeiden.

 

Nach einiger Zeit müsste das Pendel beginnen, tatsächlich zu schwingen. Sobald es schöne Kreise schwingt, stellen Sie sich einfach lebhaft und bildlich vor, wie das Pendel gegen den Uhrzeigersinn schwingt. Das Pendel wird nach einigen Augenblicken seine Richtung ändern.

Wenn nun alles so passiert ist, wie ich es Ihnen vorhergesagt habe, können wir daraus ein geistiges Gesetz ableiten. Und zwar:

 

„Jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat das Bestreben, sich zu verwirklichen.“

 

Jeder lebhafte Gedanke möchte sich verwirklichen. Warum hat sich das Pendel bewegt, obwohl Sie Ihre Hand ruhig hatten? Ihr Unterbewusstsein hat versucht, Ihre Vorstellung in die Realität umzusetzen. Dabei löste Ihr Unterbewusstsein durch das autonome Nervensystem minimale unbewusste Muskelbewegungen aus. Diese kleinen Bewegungen nennt man ideomotorische Bewegungen. Jetzt haben wir zum ersten Mal bewusst unser Unterbewusstsein beeinflusst. Dabei wurden Reaktionen in den entsprechenden Muskelgruppen über das parasympathische Nervensystem ausgelöst. Normalerweise haben wir willentlich darauf keinen Einfluss, und doch haben wir es durch unsere Vorstellung zu unseren Gunsten aktivieren können.

Dieses Experiment hat uns aber noch viel mehr gezeigt. Halten Sie sich bitte Folgendes vor Augen. Sie wollten Ihre Hand nicht bewegen. Sie taten es aber trotzdem unbewusst. Damit will ich Ihnen sagen, dass die Vorstellung den Willen besiegt hat, und das führt uns nun zu der nächsten wichtigen Gesetzmäßigkeit.

 

„Wenn der Wille und der Glaube (Vorstellung) einander feindlich gegenüberstehen, unterliegt immer ausnahmslos der Wille“

 

Wir werden jetzt unser kleines Experiment etwas erweitern und arbeiten zum ersten Mal mit einer Versuchsperson. Für das folgende Experiment brauchen Sie eine offene und interessierte Versuchsperson.

 

Die Versuchsperson soll nun das Pendel in ihre Hand nehmen, genau so wie Sie es vorhin getan haben. Sagen Sie Ihrer Versuchsperson, dass Sie das Pendel nun ganz ruhig halten soll. Erzeugen Sie nun eine Vorstellung bei der Versuchsperson und sagen Sie Ihr, dass das Pendel gleich im Kreis schwingen wird. Machen Sie zur Unterstützung mit Ihrem Finger kreisende Bewegungen um die Vorstellung lebhafter zu gestalten. Nach einiger Zeit müsste Ihre Suggestion die Versuchsperson erreicht haben. Wenn das Pendel schön schwingt, sagen Sie ihr, dass sich das Schwingen jetzt verstärken wird. Wenn sich die Schwingungen verstärkt haben, sagen Sie „und jetzt beginnt das Pendel immer stärker und stärker zu schwingen." Und je mehr Du nun versuchst, das Pendel still zu halten, desto stärker wird es schwingen. Du kannst nicht mehr damit aufhören, versuche es, es geht nicht, Du kannst es nicht.

Ihre Versuchsperson sollte nun bemerken, dass sie tatsächlich das Schwingen nicht mehr unterdrücken kann. Sie will aufhören, hat aber weiterhin die Vorstellung, dass das Pendel schwingt. Das zeigt uns, dass Glaube und die Vorstellung stärker als der Wille sind. Beenden Sie das Experiment, indem Sie der Versuchsperson sagen, dass das Pendel aufhört zu schwingen.

Diese Beobachtung führt uns nun zur nächsten wichtigen Gesetzmäßigkeit.

„Das Gesetz von der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung.“

Jede Willensanstrengung ohne Vorstellung verläuft sich ins Gegenteil. Wir konnten also durch unser kleines Experiment drei Gesetze ableiten, mit denen wir erkennen können, wie wir unser Unterbewusstsein beeinflussen können und welche Regeln dabei gelten sollen.

Lassen Sie uns die gewonnenen Erkenntnisse analysieren und überlegen, was diese für uns bedeuten können.

„Jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat das Bestreben, sich zu verwirklichen.“

 

Das bedeutet ganz einfach, dass Sie alles, was Sie sich in Ihrem Geiste vorstellen, verwirklichen möchten. Wenn Sie sich entspannen würden und sich intensiv vorstellen, dass Ihr rechter Arm immer leichter und leichter wird und sich ganz von alleine hebt, würde sich Ihr Arm ohne willentliche Anstrengung tatsächlich emporheben. Diesen Effekt nennt man eine Arm Levitation. Ihr Unterbewusstsein wird also alles ihm Mögliche tun, um Ihre Vorstellung zu verwirklichen, wie in kleinen so auch in großen Dingen. Sie müssen dabei folgendes Gesetz beachten:

„Wenn der Wille und der Glaube (Vorstellung) einander feindlich gegenüberstehen, unterliegt immer ausnahmslos der Wille“

Das beste Beispiel, um die Wirkungsweise dieses Gesetzes zu beschreiben, ist ein Hypochonder (eingebildeter Kranker). Ein Hypochonder hat in der Regel Angst vor bestimmten Krankheiten. Er will ja gesund sein, aber er sieht in seiner Vorstellung alle möglichen Krankheiten. Laut diesem Gesetz ist nicht der Wille ausschlaggebend, sondern die Vorstellung. Das Unterbewusstsein reagiert auf diese Vorstellung und verwirklicht die Ängste des Patienten. Das Unterbewusstsein wird jede bildhafte Vorstellung verwirklichen wollen. Es ist ihm vollkommen gleichgültig, ob man sich Gesundheit oder Krankheit vorstellt. Eingebildete Krankheiten sind für die betreffende Person so real, als seien sie Wirklichkeit. Das Schlimme aber ist, dass gerade eingebildete Krankheiten sich sehr oft tatsächlich verwirklichen und die betroffene Person dann tatsächlich daran erkrankt. Es gibt sogar Psychologen, die behaupten, dass 90 Prozent aller auftretenden Krankheiten eine psychologische Ursache haben. Verstehen Sie jetzt, wie wichtig es ist, positiv zu denken und warum Ängste so gefährlich sind? Nehmen Sie auch folgendes Bibelwort ernst:

 

Denn was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, hat mich getroffen. Hiob 3,25

Ein gutes Beispiel ist auch jemand , der erfolglos abnehmen will. Er will weniger essen, denkt aber ständig ans Essen. Das Unterbewusstsein nimmt diesen Gedanken dann gerne auf, und der Betreffende wird nur noch mehr Hunger haben als sonst und muss ständig ans Essen denken. Ein Teufelskreis, nicht wahr? Es gibt auch Menschen, die arbeiten und schuften wie verrückt, aber sie denken in Ihrem Innersten oft an Armut und Mangel. Tatsächlich werden diese Menschen immer ärmer und ärmer. Das Unterbewusstsein wird diesen Gedanken an Armut verwirklichen wollen. Manch einer bekommt einen Nervenzusammenbruch oder wird von seinem Arbeitgeber gekündigt. Ihr Unterbewusstsein wird immer dafür sorgen, dass Sie den Weg gehen, den Sie sich in Ihrer Vorstellung ausmalen. Wie es das macht und warum? Dazu kommen wir noch. Es ist jetzt nur sehr wichtig, dass Sie sich dieses Prinzip verinnerlichen. Denn auf diesen drei Gesetzen bauen alle anderen auf. Kommen wir nun noch einmal zu dem dritten Gesetz:

„Das Gesetz von der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung.“

Will sagen, dass sich jede Anstrengung von ihrem Ziel wegbewegt, wenn Sie ein anderes Bild in Ihrem Geist tragen oder keines, wie zum Beispiel bei Ängsten. Nehmen wir noch einmal unser Beispiel Diät. Die arme Person bekommt langsam Angst und denkt, dass Sie nicht in der Lage ist abzunehmen. Trotzdem versucht Sie es immer stärker und stärker. Das Ergebnis im Endeffekt wird sein, das diese Person in Zukunft sogar noch an Gewicht zunehmen wird. Das bedeutet, je mehr Sie vor etwas weglaufen wollen, vor dem Sie Angst haben, desto näher kommen Sie dem befürchteten Ereignis. Es reicht sogar schon, wenn Sie für Ihr Ziel keine bildhafte Vorstellung haben. Ein Raucher, der mit den Zigaretten Schluss machen will und immer an Zigaretten denkt, kann sich noch so anstrengen. Er wird es nur noch schlimmer machen. Also, entspannen Sie sich. Gehen Sie die Sache ruhig an! Das trifft auf Sie zu, setzen Sie sich ab jetzt nicht mehr unter unnötigen Druck. Wenn ein Arbeitsloser mit aller Kraft einen Job sucht und sich dabei denkt, dass er ein Arbeitloser ist oder den Job sowieso nicht bekommt, wird er arbeitslos bleiben. Vielleicht kann es sogar jetzt sein, dass Sie erkennen, dass eines von diesen Gesetzen an Ihrer Misere schuld ist. Vielleicht haben Sie auch Gedanken von Mangel und Armut in sich gehabt? Vielleicht hatten Sie ja auch vor irgendetwas Angst gehabt? Vielleicht war es die Angst vor dem Versagen, die dazu geführt hat, dass Sie versagt haben. Nehmen Sie doch einen Menschen, der Angst hat, vor anderen Menschen zu sprechen. Er wird es unbedingt wollen, sieht aber in seiner Angst, dass andere über ihn lachen werden oder, dass er kein Wort aus seinem Mund bekommen wird. Je mehr er sich dann zusammenreißen will, desto schlimmer wird der ganz Zustand. Deshalb sind manche Menschen nicht in der Lage, vor anderen zu sprechen, sie haben sogar größte Angst davor. Nun, ich denke, dass Sie diese äußerst wichtigen Gesetzmäßigkeiten verstanden haben und dass Sie wissen, dass viele Probleme mancher Leute erst aus der Unkenntnis dieser Gesetze entstehen.

 

Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.

Römer 8,18

Erinnern Sie sich noch an diesen Bibelspruch ganz zu Anfang? Von den beiden sich streitenden Naturen? Dort haben wir gelernt, dass Glaube nötig ist. Aus dem Glauben wächst Hoffnung (Vorstellung). Und Hoffnung bedeutet auch Erwartung von Dingen, die wir nicht sehen.

 

Denn wer pflügt und das Getreide drischt, darf seinen Anteil an der Ernte erwarten.

  1. Korinther 9,10

 

Deshalb fangen Sie an zu säen, zu pflügen und zu dreschen. Dann dürfen Sie eine Ernte erwarten. Ihr Unterbewusstsein ist nämlich mit einer fruchtbaren Erde zu vergleichen, und jeder Gedanke und jede Vorstellung die Sie haben ist ein Same, der wachsen möchte. Und wenn Sie diesen Samen pflegen, wird er bald Frucht bringen. Jetzt wissen Sie, wie Sie die zweite Kraft zu Ihren Gunsten einsetzen können und was Sie dabei beachten müssen. Verbannen Sie Angst und Zweifel aus Ihrem Geist.

Nun haben wir anfangs gesagt, dass wir Ihre 2.Kraft (Unterbewusstsein) mit Ihrer 1.Kraft (Bewusstsein) in Harmonie bringen wollen. Um eine volle Wirkung zu erzielen, müssen wir beide Kräfte synchronisieren. Wie das funktioniert, werde ich Ihnen jetzt zeigen. Als erstes analysieren Sie mit Ihrem Bewusstsein die Lage oder das Problem. Anschließend fassen Sie einen Entschluss, die Situation zu ändern. Dabei sollten Sie sich ein klar formuliertes Ziel setzen. Wie zum Beispiel: „Ich bin ein wunderbarer einzigartiger Mensch mit tollen Fähigkeiten, bis Ende des Jahres bin ich ein leitender Angestellter mit hohem Einkommen.“ Glauben Sie, dass es Ihnen möglich sein wird und dass Sie ein Recht auf Ihr Anliegen haben. Denn Sie wissen ja jetzt, dass Sie alles schaffen können, was Sie sich auch vorstellen und glauben können, stimmt´s? Deshalb heißt es ja auch, es geschehe nach Eurem Glauben. Bis hierher sind schon viele Menschen gekommen, nur die meisten machen jetzt den Fehler und setzen nun ihre Willenskraft ein, um Ihr Ziel zu erreichen. Sie haben allerdings jetzt bestimmt eine Ahnung, wie es weitergeht, oder? Sie malen sich nun ganz in aller Ruhe und Entspannung ein mentales Bild in Ihrem Geist von Ihrem Ziel. Stellen Sie sich vor, wie Sie in das neue Büro gehen und telefonieren. Wie Ihnen Gehalt auf Ihr Konto überwiesen wird und Sie sich darüber freuen. Denken Sie daran, wie Sie morgens zur Arbeit fahren und neue Kollegen kennen lernen. Stellen Sie sich diese Szenen so realistisch wie möglich vor und glauben Sie, dass diese Szenen Wirklichkeit sind. Dann sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Denn Ihr Wille soll nur der Zündfunke sein, der Ihr Unterbewusstsein ans Laufen bringen soll. Stellen Sie sich vor, Ihr Wille ist der Kapitän auf einem Schiff und Ihr Unterbewusstsein die Brücke. Rufen Sie dem Unterbewusstsein nur zu, wohin es schwimmen soll, es wird gehorchen. Ihr Wille bringt den großen Motor ans Laufen wie ein kleiner Funken den großen Dieselmotor. Der Brückenoffizier ist allerdings blind und hört nur auf die Anweisungen, die Sie ihm geben. Dabei schätzt er es, wenn Sie es in Form von Bildern machen. Wenn Sie Ihrem Unterbewusstsein ein Bild vom gewünschten Ziel einreichen, wird es alles tun, um dieses Bild zu verwirklichen.

 

Sicherlich denken Sie sich jetzt, wie funktioniert das eigentlich genau, nicht wahr? Nun, dazu müssen wir gedanklich zu unserem Pendelexperiment zurückkehren. Als Sie die Vorstellung von einem schwingenden Pendel in Ihrem Geist hatten, suchte das Unterbewusstsein einen Weg, diese Situation zu verwirklichen. Da Sie aber Ihre Hand nicht bewusst bewegen wollten, mussten Sie eine andere Möglichkeit in Anspruch nehmen. Wie Sie ja wissen, ist die Vorstellung stärker als der Wille, und deshalb wird das Unterbewusstsein auch einen Weg finden, diese Vorstellung vom kreisenden Pendel zu verwirklichen. Dabei nutzt es Möglichkeiten, die Sie mit Ihrem bewussten Willen nicht haben, nämlich es nutzt den Zugriff auf das sympathetische Nervensystem, um minimale Muskelbewegungen auszulösen, die so präzise sind, damit sie kreisende Bewegungen etablieren. Gut, aber ich sagte ja, das alles sich verwirklicht, was man sich vorstellt. Dabei sind innere körperliche Vorgänge und äußerliche Tatsachen zwei verschiedene Welten. Es stimmt, aber Sie vergessen dass das Unterbewusstsein sich ganz von allein verborgene Wege sucht, um Ihre Vorstellung zu verwirklichen. Es hat dabei aber unendlich viele Möglichkeiten und ist zudem noch unendlich weise. In Ihrem Unterbewusstsein ist Ihre gesamte Erinnerung seit Ihrer Geburt bis in kleinste Detail gespeichert. Diese Tatsache lässt sich ganz einfach mit Hypnose beweisen. Man kann mit einem Klienten, der sich in Hypnose befindet, eine so genannte Regression durchführen. In der Hypnose wird dem Klienten Erinnerung an vergangene Ereignisse suggeriert. Dabei zeigte sich, dass sich Menschen an kleinste Details erinnern können. Nicht nur das, Sie konnten alles genau so riechen, hören, fühlen, tasten und sehen, als ob Sie die Situation nochmals durchleben würden.

Tatsächlich ist es auch möglich, den Hypnotisierten geistig in jedes beliebige Alter zu versetzen. Das nennt man eine totale Alterregression. Interessant für ist es, dass sich die in Hypnose Befindlichen an alle Details erinnern können, die erfragt wurden. Fragt man einen Hypnotisierten, was er an seinem zweiten Geburtstag alles gesehen hat, wird er Erstaunliches berichten. Er kann sich genau daran erinnern, welche Kleider er trug, oder seine Mutter. Er kann sagen, welche Personen sich auf dieser Feier befanden und was es zu essen gab. Es war sogar möglich, zu fragen, was in der Tageszeitung stand, die auf dem Tisch lag, obwohl die Person zu dem Zeitpunkt nicht mal lesen konnte. Die Überprüfungen stimmten präzise mit den Aussagen überein. Dieses Phänomen wurde auch schon oft von Kriminalisten zur Aufdeckung von Verbrechen genutzt. Opfer wurden hypnotisiert und konnten sich dann an Kennzeichen erinnern, die sie nie bewusst wahrgenommen hatten. Es gab auch einen Fall, als ein Gast eines Restaurants hypnotisiert wurde, weil man herausbekommen wollte, was ein bekannter Mafiosi am Nebentisch alles besprochen hatte. Obwohl die Person nicht bewusst die Gespräche verfolgt hatte, konnte sie dennoch erstaunliche Fakten nennen, die der Hypnotisierte niemals anders erfahren haben konnte, als durch das Gespräch am Nebentisch. Das Unterbewusstsein hält jede noch so kleine Erinnerung fest, vom ersten Tag Ihres Lebens bis zum heutigen Tag. Nicht nur bewusste Erinnerungen, sondern wie wir gehört haben, auch die unbewussten. Also alles, was Sie jemals irgendwo kurz im Vorbeigehen gesehen oder gehört haben. Ist das nicht erstaunlich? Genau deshalb können Sie auch beruhigt glauben, dass Ihr Unterbewusstsein über unendliches Wissen und Weisheit verfügt. Es gibt Menschen, die das starke Verlangen nach Reichtum hatten und sich das auch bildlich vorstellten. Was tat das Unterbewusstsein? Es nutzte diese ungeheure Weisheit und ließ eine Idee in diesen Menschen hochkommen, einen Gedankenblitz. Dieses kurze Aufleuchten eines genialen Einfalls machte diese Menschen reich. Das Unterbewusstsein suchte einen Weg, um die Vorstellung dieser Menschen zu verwirklichen. Es kombiniert manchmal über Jahre das gesamte Wissen und alle Erfahrungen eines Menschen, um in einem Augenblick einen sagenhaften Einfall aufblitzen zu lassen, der umgesetzt viel Reichtum hervorgebracht hat. Außerdem kann man sich richtig trainiert auf die Intuitionen des Unterbewusstseins leiten lassen.

Eine weitere erstaunliche Tatsache an diesen Geschichten ist, dass das Unterbewusstsein tief im Verborgenen arbeitet und Ideen ausbrütet. Es gibt Autoren, die ihrem Unterbewusstsein befehlen, Romane zu schreiben. Die Autoren stehen dann plötzlich mitten in der Nacht auf und setzen sich an die Schreibmaschine und schreiben die besten Romane. Da wir ja wissen, dass es eine unbewusste Tätigkeit gibt, geht man davon aus, dass das Unterbewusstsein den Menschen dazu bringt, bestimmte Informationen zu sammeln, die er erst später benötigt und verwerten wird. Das Unterbewusstsein arbeitet oft verborgen mit diesem Wissen, um es dann später kombiniert mit anderem Wissen als Gedankenblitz oder Vision ins Bewusstsein steigen zu lassen. Auch ich hatte oft in meinem Berufsleben Eingebungen, die mich dazu gebracht haben, Konzepte zu entwickeln, die mich in einer besseren Position gebracht haben. Als ich diese Konzepte schrieb, sprudelten die Ideen nur so aus mir heraus und ich konnte ebenso flüssig schreiben wie lesen. Bei einem so enormen kreativen Ausfluss kann man davon ausgehen, dass die nötigen Informationen bereits von meinem Unterbewusstsein so bereitgestellt und vorbereitet wurden, dass ich es einfach nur aus mir heraus lassen musste. Viele Menschen verspüren in solchen Situationen oft einen unwiderstehlichen Drang, eine ins Bewusstsein gekommene Idee auf der Stelle zu Papier zu bringen oder in die Tat umzusetzen. Man gerät dann in eine Art Trance. Es ist das gleiche Prinzip, mit dem manche Menschen in einen Putzrausch verfallen.

Sicherlich kennen Sie das. Sie liegen auf der Couch und denken daran, dass Ihre Wohnung mal wieder aufgeräumt werden muss. Irgendwann, wenn Sie genug darüber nachgedacht haben, spüren Sie den Impuls, jetzt aufzuräumen. Wenn Sie dann anfangen, vergessen Sie die Zeit und räumen in einem Mal die ganze Wohnung auf. Und genauso arbeitet Ihr Geist. Wenn Sie sich ein klares Bild von Ihrer Zukunft machen und daran glauben, dass Ihr Unterbewusstsein dieses Bild verwirklichen möchte, wird es Sie mit einer buchstäblichen Präzision an Ihr Ziel bringen. Es könnte dann sein, dass Sie sich plötzlich für eine bestimmte Art Literatur interessieren und lesen. Das bedeutet dann, dass Ihr Unbewusstes Sie dazu bringt, Wissen zu sammeln. Des öfteren hatte ich z.B. den Fall, dass ich tatsächlich vor Jahren Gelesenes plötzlich verwenden konnte. Auch, wenn ich das bestimmte Thema noch mal nachlesen musste, wusste ich doch, wo ich dieses Wissen sofort herbekommen kann. Wenn Sie also anfangen, sich für Aktien zu Interessieren, sollten Sie dieser Eingebung folgen, auch wenn Sie im Moment nicht daran denken können, mit Aktien zu handeln oder zu spekulieren. Sie können nie wissen, ob und wann Sie dieses Wissen einmal gebrauchen werden. Es ist eine Art, wie Ihr Unterbewusstsein arbeitet, nämlich Wissen zu speichern. Dieses Wissen kann später in Ihr Bewusstsein treten und Ihnen bei einer wichtigen Entscheidung helfen. Oder Ihnen kommt ein genialer Einfall, der in der Tat umgesetzt großen Erfolg nach sich ziehen wird. Ich verweise dabei gerne auf die Gründer von ALDI oder Ebay, die aufgrund eines Konzeptes unsagbar reich geworden sind. Die Albrecht-Brüder hatten die Vision, beste Lebensmittel für alle anzubieten. Ihr Wunsch, der Menschheit zu dienen, machte die beiden Brüder zu Multimilliardären, und Sie gehören heute zu den zehn reichsten Menschen der Welt. Das alles entsprang aus einem Lebensmittelladen, einer Idee und dem Glauben, alle Ziele erreichen zu können. Sie sehen also, dass Ihr Geist Sie automatisch auf den richtigen Weg bringen wird. Sie müssen ihm nur folgen und seinen Impulsen gehorchen. Steuern können Sie Ihr Unbewusstes mit Ihrer bildlichen Vorstellungskraft. Haben Sie erstmal einen klaren Kursbefehl gesetzt, müssen Sie beharrlich am Ziel festhalten. Manche Ziele brauchen nämlich bis zu Ihrer Verwirklichung an die sieben Jahre. Aber wenn Sie es schaffen, Wunsch und Vorstellung aufrecht zu erhalten, werden Sie sicher zu Ihrem Ziel geführt. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie sich plötzlich für alle möglichen Dinge interessieren. Es ist Ihr Unterbewusstsein, das in Ihnen einen Wissensdurst auslöst. Es besorgt sich auf diese Weise die Werkzeuge, um Ihnen ihren Wunsch zu erfüllen. Deshalb ist es auch so, dass alle erfolgreichen Menschen viel lesen. Achten Sie mal darauf, Menschen die es geschafft haben, reich zu werden, lesen alle. Durch das Lesen haben Sie die Möglichkeit, von anderen gespeichertes Wissen für sich abzurufen. Und alles, was Sie lesen, wird in Ihrem Unterbewusstsein bis in Detail gespeichert, auch wenn Sie sich vielleicht nicht bewusst an diesen Inhalt erinnern können.

 

Technik zum Speichern und Abrufen von Wissen.

 

Gerne zeige ich Ihnen noch einen Weg, wie Sie bewusst auf im Unterbewusstsein verborgenes Wissen zugreifen können Eigentlich gehört diese Technik nicht so ganz zu unserem Thema. Ich bin mir aber sicher, dass diese Technik Ihnen auf Ihrem weiteren Weg von großem Nutzen sein kann. Deshalb habe ich mich entschieden, diese Technik mit zu unserem Thema Unterbewusstsein zu nehmen. Betrachten Sie es einfach als Bonus. Mit diesen beiden Techniken, die ich Ihnen nun zeige, werden Sie in der Lage sein, leichter Wissen in Ihr Unterbewusstsein fließen zu lassen, also zu lernen, und mit der anderen, unbewusstes Wissen in jeder Situation abzurufen.

 

Der hypnoide Lernzustand

 

Die erste Technik, die ich Ihnen zeigen möchte, nenne ich den hypnoiden Lernzustand. Diese Technik eignet sich dazu, wenn Sie in einem Seminar oder Vortrag sind, dessen Lernstoff-Umfang recht hoch ist, sich besser zu merken. Durch diese Technik sinken Sie in einen leichten hypnoiden Zustand, in dem Lerninhalte leichter im Unterbewusstsein verankert werden können. Ich kann mich  an Seminare, in denen ich diese Technik angewandt habe, meistens sehr gut erinnern. Ich kann mich nicht nur bewusst an den Lernstoff erinnern, sondern  auch an die visuellen und akustischen Begebenheiten. Sie erhalten einfach ein wesentlich klareres Bild, das Sie sich besser merken können.  Diese Technik lässt sich auch vor dem Lesen einer Lektüre wunderbar anwenden.

 

Suchen Sie sich einen Punkt im Raum, den Sie anstarren können. Wenn Sie einen geeigneten Punkt gefunden haben, beginnen Sie ihn anzustarren. Vermeiden Sie dabei, mit den Augen zu zwinkern. Während Sie nun auf diesen Punkt starren, versuchen Sie, das periphere Sichtfeld wahrzunehmen. Das heißt, achten Sie, ohne Ihren Blick von dem Punkt zu nehmen, auf alles, was im Raum geschieht. Nehmen Sie alle Bewegungen wahr. Dadurch stimulieren Sie Ihr Gehirn auf eine besondere Weise. Wie sich gezeigt hat, werden dabei beide Gehirnhälften stark durchblutet, wie es normalerweise nur bei hoher Konzentration der Fall ist. Dazu sind beide Hirnhälften synchron beansprucht. Normalerweise arbeitet im Normalzustand die rechte Hälfte stärker als die linke. Nach ca. 2 bis 5 Minuten Starren stellt sich ein leichter Trancezustand ein. Im diesem tritt verstärkt das Unterbewusstsein hervor und nimmt Informationen wesentlich klarer auf, da Ihr Bewusstsein runter gefahren wird und keinen störenden Einfluss mehr ausübt. Den Trance-Zustand erkennen Sie daran, dass Sie vielleicht leicht müde, konzentriert und entspannter werden. Wenn sie also merken, dass Sie in diesem Zustand sind, richten Sie Ihren Blick auf den Dozenten und hören ihm zu. Achten Sie dabei weiter auf das periphere Sichtfeld. Durch die bessere Durchblutung der Gehirnhälften und dem Trance-Zustand werden Sie die Informationen wesentlich besser aufnehmen als im normalen Zustand. Sie werden nach dem Seminar außerdem erkennen, dass Sie sich sehr gut und klar an den Inhalt des Seminars erinnern können. Der Trancezustand ist der optimale Lernzustand, das ist auch der Grund, warum Kinder so außerordentlich gut lernen können. Menschen sind nämlich bis zu ihrem etwa 22. Lebensjahr in einem Trancezustand. Je jünger der Mensch ist, desto tiefer ist der schlafähnliche Zustand. In der Pubertät zwischen 13 und 16 Jahren ist diese Trance allerdings gestört und nicht mehr so intensiv. Dann steigt die Kurve wieder bis zum 21. Lebensjahr etwas an und endet dann abrubt. Deshalb lassen oft die schulischen Leistungen in diesen Phasen etwas nach und junge Erwachsene in diesem Alter geraten oft in Krisen und Depressionen, da sie langsam ihre geistige Reife erreichen und der tranceartige Schutzschild sich auflöst. Es ist also von der Natur so eingerichtet, dass wir als junge Menschen sehr viel lernen müssen und es auch deshalb besser können. Darum sind Kinder immer in einer Art Trance und behalten alles sehr gut im Gedächtnis. Das ist der Grund dafür, warum uns auch kindliche Situationen und Suggestionen von Eltern bis ins Erwachsenenalter in Erinnerung bleiben und manche wiederum wie bei einer Amnesie ausgelöscht worden zu sein scheinen. Mit dieser Technik können Sie solch einen Trancezustand künstlich herbeiführen, um Lerninhalte intensiver aufnehmen zu können. Wie erwähnt, funktioniert diese Methode auch gut, bevor Sie ein Buch zur Hand nehmen. Alles, was Sie in diesem Zustand lernen, werden Sie besser in Erinnerung behalten und auch leichter abrufen können.

 

Die ideomotorische Befragung.

 

Als nächstes würde ich Ihnen nun gerne zeigen, wie Sie auf einfache Weise an Informationen kommen, die in Ihrem Unterbewusstsein gespeichert sind. Diese Informationen sind normalerweise nicht ohne weiteres für das Bewusstsein zugänglich. Sehr gut lässt sich diese Technik bei Prüfungen verwenden. In Ihrem Unterbewusstsein ist alles gespeichert, was Sie bisher in Ihrem ganzen Leben aufgenommen haben. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob Sie es mit Ihrem bewussten Verstand wahrgenommen haben oder nur im Vorbeigehen. So ist es auch häufig bei Prüfungen. Es taucht plötzlich eine Frage auf, die Sie eigentlich beantworten können müssen. Aber aus irgendeinem Grund, oft ist es die Drucksituation, lässt sich das gewünschte Wissen nicht abrufen, um die gestellte Frage zu beantworten, ist es nicht so? Nun wissen Sie ja jetzt, dass in Ihrem Unterbewusstsein irgendwo die Information abgespeichert sein muss. Wäre es in dieser Situation nicht ein Vorteil, wenn man sein Unterbewusstsein befragen könnte? Da es offensichtlich ein großer Vorteil für Sie sein kann, werde ich Ihnen zeigen, wie Sie Ihr Unterbewusstsein in jeder Situation befragen können. Setzen Sie diese Technik bei Einstellungstests, Prüfungen und Vorstellungsgesprächen ein und profitieren Sie von dem unerschöpflichen Datenspeicher Ihres Unterbewusstseins.

 

Diese Technik, die ich Ihnen zeigen möchte, macht sich zunutze, dass Ihr Unterbewusstsein auf die ideomotorische Muskelbewegungen zurückgreift, um sich bemerkbar zu machen. Sie erinnern sich an unser Pendelexperiment? Gut, dann können wir dieses Experiment nun weiterentwickeln, und zwar in der Hinsicht, dass wir unser Unterbewusstsein damit befragen können. Kehren Sie zu der gleichen Situation zurück, wie es bei unserem ersten Pendelexperiment der Fall war. Setzen Sie sich an einen Tisch, an dem Sie Ihren Arm anwickeln können, um Ihr Pendel zu halten. Jetzt sprechen Sie zu sich selbst, etwa in dieser Weise. „Unterbewusstsein, bitte gib mir jetzt ein Zeichen, mit der Du meine Fragen mit ja beantworten willst.“ Achten Sie jetzt auf das Pendel und konzentrieren Sie sich. Warten Sie nun auf eine kreisende oder schwingende Bewegung. Bei der ersten Session kann es einige Minuten dauern, bis Sie ein klares ideomotorisches Signal bekommen. Sie können den Vorgang verstärken, indem Sie immer wieder das Wort „Ja“ wiederholen. Nach einiger Zeit wird das Pendel beginnen, sich zu bewegen. Wenn es so weit ist, sagen Sie: „So ist es gut!“ Ihr Unterbewusstsein hat nun ein Zeichen für „Ja“ gegeben. Bei manchen ist es wie gesagt entweder ein vertikales, diagonales oder kreisendes Schwingen. Achten Sie auch auf die Richtung des Kreisens, ob es im  Uhrzeigersinn ist, oder andersherum. Um die Bewegung zu ankern, fragen Sie Ihr Unterbewusstsein Dinge, die es nur mit „Ja“ antworten kann. Sie können z.B. fragen: „Bin ich männlich?“ oder „Bin ich XX Jahre alt?“ usw. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Unterbewusstsein ein klares konstantes Zeichen für „Ja“ gibt, wiederholen Sie das gleiche Verfahren für die Antwort „Nein“. Verhalten Sie sich genauso wie am Anfang und stellen Sie sich auch hier die nötigen Fragen, um das Signal zu verankern. Sobald Sie ein klares und konstantes Zeichen für „Nein“ erhalten haben, stellen Sie sich einige Testfragen, die Ihr Unterbewusstsein mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Testen Sie Ihr Unterbewusstsein ruhig. Vermeiden Sie aber in jedem Fall beim gesamten Experiment  Anstrengung. Sie selbst müssen Ihre Hand absolut ruhig halten. Andernfalls verfälschen Sie die Ergebnisse. Jetzt haben Sie eine sichere Methode entdeckt, um Ihr Unterbewusstsein zu befragen. Die Antworten, die Sie bei manchen Fragen erhalten, können teilweise von Ihrer Erwartung abweichen. In den meisten Fällen wird aber die Antwort Ihres Unterbewusstseins eher der Wahrheit entsprechen. So können Sie in verzwickten Situationen einfach Ihr Unterbewusstsein befragen oder sich Hilfe bei schwierigen Entscheidungen holen. Allerdings ist diese Methode nicht immer zu 100 Prozent sicher. Es kann daran liegen, dass wir eine Frage falsch formuliert haben oder dass Ihr Unterbewusstsein die Frage nicht versteht, oder Ihr Glaube an eine bestimmte Sache entgegengesetzt ist. Das sage ich Ihnen nur, damit Sie sich bei gewichtigen Fragen oder Entscheidung, die Sie treffen müssen, zusätzlich an anderer Stelle Rat einholen sollten. Insbesondere dann, wenn es um finanzielle Spekulationen oder Glücksspiel geht. Setzen Sie also nicht Ihr ganzes Vermögen auf Lottozahlen, die Ihnen Ihr Unterbewusstsein vorhergesagt hat. Bei Prüfungen, wo Sie mehrere Auswahlmöglichkeiten haben, funktioniert dieses System mit einer hohen Präzison. Wenn Sie also eine Antwort nicht wissen, befragen Sie Ihr Unterbewusstsein. Jetzt werden Sie sicherlich denken, dass es seltsam aussehen würde, wenn Sie mit einem Pendel herumlaufen und mit sich selbst sprechen, nicht wahr? Da gebe ich Ihnen Recht. Der Vorteil bei dieser Technik ist die hohe Empfindlichkeit des Pendels auf  minimale Bewegungen. Natürlich lassen sich die ideomotorischen Signale auch verlagern. Am besten eignen sich dazu Ihre Finger. Diese Methode ist außerdem die üblichste, und außerdem ziemlich unauffällig. Legen Sie dazu eine Ihre Hände ganz locker auf den Tisch und bitten Sie Ihr Unterbewusstsein darum, Ihnen ein Zeichen für die Antwort „Ja“ zu geben. Dieses Zeichen wird sich in ein leichtes Anheben eines Fingers oder des Daumens zeigen. Bei manchen ist es auch nur ein kurzes Zucken. Beobachten Sie also Ihre Hand und erwarten Sie eine unbewusste Bewegung. Sollte sich nun ein Finger bewegen, dann sagen Sie auch hier wieder: „So ist es gut!“ und forcieren die Bewegung wieder mit wiederholten „Ja, Ja, Ja, Ja…“. Und das, bis die Bewegung deutlich zu erkennen ist. Stellen Sie sich auch hier wieder einige Testfragen, die nur mit „Ja“ zu beantworten sind, um dieses Signal zu verankern. Das gleiche tun Sie mit der Antwort „Nein“. Sie können, um sicher zu sein, auch ein weiteres Signal etablieren wie z. B. „Vielleicht“ oder „Weiß nicht“, um falsche oder gar fehlende Signale zu vermeiden. Nun sind Sie in der Lage, immer und überall auf den massiven Wissensspeicher Ihres Unterbewusstseins zurückzugreifen. Auf diese Weise können Sie auch Ihr Unterbewusstsein über Ihren Gesundheitszustand befragen und ob Ihr Geist in der Lage ist, das Leiden zu beheben, mit dem Sie gerade vielleicht zu kämpfen haben. Mit dieser Technik haben Sie wieder ein machtvolles Werkzeug kennengelernt, mit dem Sie die unglaubliche Ressource Ihres Geistes zu Ihren Gunsten anzapfen können. Dieses Wissen macht Sie wiederum etwas stärker und gibt ihnen Sicherheit in schwierigen Fällen, wie es z.B. beim Einstellungstest kommen könnte. Lassen Sie dieses Wissen also nicht ungenutzt und nutzen Sie das enorme Wissen Ihres unbewussten Geistes, wenn Sie mal nicht weiter wissen.

 

Kommen wir aber jetzt wieder zurück zu dem Thema, wie Ihr Unterbewusstsein wirkt und was es bewirkt. Wir haben bis jetzt erfahren, dass Ihr Unterbewusstsein nicht nur innerliche Vorgänge steuert und dass Sie die Möglichkeit haben, diese zu beeinflussen. Sondern Sie konnten auch erkennen, dass Ihr Unterbewusstsein auch die Möglichkeit hat, äußere Wirkung zu erzielen. Ein positives Beispiel dafür wäre, dass Sie sich ein Ziel setzen und daran glauben, es in einer bestimmten Zeit zu erreichen. Am besten ist es sogar, daran zu glauben, dass Ihr Wunsch schon in Erfüllung gegangen ist.

 

„Darum sage ich Euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“

 

Markus 11,24

Auf diese Art aktivieren Sie Ihre erste Kraft, Ihr Bewusstsein, durch den Glauben. Als zweiten Schritt malen Sie sich Ihr Ziel mental in aller Deutlichkeit aus. Stellen Sie sich vor, wie Sie auf Ihrer neuen Arbeitsstelle arbeiten und Ihre neuen Kollegen über Ihre Fähigkeiten staunen werden. Wie Ihr neuer Chef begeistert über die positive Ausstrahlung ist, die Sie durch Ihre Einstellung auf andere Menschen durch Schwingungen übertragen. Malen Sie sich diese Bild aus, wie ein Maler, der ein Bild malt. Glauben Sie, dass die Szenen, die Sie  vor Ihrem geistigen Auge sehen, bereits real sind, und vertrauen Sie Ihrem Unterbewusstsein, dass es das mentale Bild verwirklichen wird.

 

„Jede bildhafte Vorstellung möchte sich verwirklichen!“

 Das ist das einzige, was Sie tun müssen. Halten Sie Ihre Vorstellung ganz intensiv fest und glauben Sie daran, dass Ihr Wunsch verwirklicht werden wird. Vertrauen Sie auf die Impulse und Eingebungen, die Ihnen aus der Tiefe Ihres unbewussten Geistes aufsteigen werden und handeln Sie danach. Wichtig, vermeiden Sie dabei jede Anstrengung. Im Gegenteil, entspannen Sie sich so oft es Ihnen möglich ist. Im entspannten Zustand ist Ihr Geist sehr aufnahmefähig. Ihr Unterbewusstsein ist, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein fruchtbarer Boden, und dieser Boden ist im entspannten Zustand äußerst weich und fruchtbar. In dieser Verfassung kann man ihn wunderbar bepflanzen und begießen. Sind wir aber verkrampft und stehen unter Zwang, ist dieser Boden hart und mit einer rauen trockenen Kruste abgedeckt. In diesem Zustand ist es sehr schwer, etwas einzupflanzen. Ein solcher Boden muss aufgelockert werden. Haben Sie erstmal Ihre geistigen Kräfte auf ein Ziel in der beschriebenen Art und Weise synchronisiert und ausgerichtet, können Sie sich darauf verlassen, dass es Sie auf den richtigen Weg bringen wird. Dabei machen Sie sich die unerschöpflichen Ressourcen Ihres unbewussten Geistes zu Nutze, der über alles Wissen verfügt, das Sie in Ihrem ganzen Leben bewusst oder unbewusst mitbekommen haben. In Ihrem Inneren spielen sich dann verborgene Vorgänge ab, die Ihnen  später in Form von Eingebungen oder sogar Gedankenblitzen ins Bewusstsein kommen werden. Es wird bei Ihnen versuchen, Interessen zu wecken, die Sie sich vielleicht später noch als äußerst nützlich erweisen könnten. In Ihrem Inneren plant und schmiedet Ihr Unterbewusstsein Tag und Nacht an einer Möglichkeit, Ihr mentales Bild zu verwirklichen, Glauben Sie es!

 

Ein Mensch, der sich ernsthaft ein Ziel gesetzt hat, wird es auch erreichen.

 

Benjamin Disraeli

 

Wenn Sie so handeln, wie es in diesem Buch beschrieben ist, werden Sie nicht nur Zugriff auf Ihre unbewussten Datenbestände haben und den autonomen Geist dazu bringen, Aufträge für Sie auszuführen, sondern Ihre gesamte Ausstrahlung wird sich verändern. Durch einen unerschütterlichen Glauben und Selbstvertrauen senden Sie positive Schwingungen auf Ihre Mitmenschen aus. Diese Menschen nehmen das als Charisma oder positive Aura wahr. Wie an anderer Stelle schon erwählt, lassen sich Schwingungen von anderen Menschen sehr gut wahrnehmen. Im normalen gesellschaftlichen Alltag geschieht das unbewusst und entscheidet über Sympathie und Antipathie. Am feinsten können Tiere diese Schwingungen im Menschen wahrnehmen und reagieren darauf. Hunde zum Beispiel sind sehr feinfühlig für menschliche Gefühle, beobachten Sie es einmal. Hat jemand Angst vor Hunden, so wird dieser Mensch sehr wahrscheinlich sehr oft von diesen angebellt oder sogar angeknurrt. Hunde nehmen Angst sofort wahr und reagieren darauf mit Angriff. Natürlich fühlen sich diese Tiere dann auch zu positiven Menschen mit einer guten Ausstrahlung sofort angezogen. Mein Hund zum Beispiel, kommt sofort zu mir, wenn es mir mal nicht so gut geht oder ich Schmerzen habe. Er setzt sich dann zu mir und leistet mir damit Beistand. Aber auch Menschen nehmen diese Schwingungen zum Teil sehr deutlich wahr. Wenn Sie Ihren Geist auf die in diesem Buch beschriebene Weise anregen, ist es so, als ob Sie ein Magnetpol von minus auf plus stellen. Menschen, die Sie in der Vergangenheit abgestoßen haben, finden Sie auf einmal sehr sympathisch und anziehend. Auch Sie werden plötzlich Menschen mögen, mit denen Sie vorher vielleicht nicht mal gesprochen hätten. Dadurch, dass Sie Ihre Polarität geändert haben, ziehen Sie Menschen mit einer ähnlichen Polarität an und Sie finden Menschen, die eine ähnliche Polarität wie Sie haben anziehend. Deshalb ist es oft so, dass sich Gleiches zu Gleichem gesellt. Es ist eine ganz einfache Tatsache, die sich dadurch belegen lässt, indem man den Hang zur Gruppenbildung beim Menschen beobachtet. Oder beobachten Sie gute Freunde oder gar Liebespaare. Meistens sind die Ambitionen und Interessen similar. Nur, Sie wissen jetzt, wie das ganze funktioniert und suchen sich in Zukunft bewusster Ihre Wege aus, anstatt manipuliert zu werden. Durch eine positivere Einstellung werden Sie beginnen, bestimmte Menschen in Ihr Leben zu ziehen, die sich von Ihnen angezogen fühlen, oder der Meinung sind, Ihnen in irgendeiner Weise behilflich sein zu müssen. Es kann sein, wenn Sie das Ziel haben, sich z.B. als Detektiv selbstständig zu machen, dass Sie plötzlich Menschen kennen lernen, die sich auf Ihrem späteren Weg als Helfer herausstellen. Vielleicht ist ein Rechtsanwalt dabei, der Ihnen für Ihre Detektei Klienten zuführt. Oder es treten Menschen in Ihrem Leben auf, die Ihnen ein Buch in die Hand drücken, was Ihnen eine große Hilfe sein wird. Auf all solche Zufälle, können Sie sich gefasst machen, wenn Sie die Erfolgsmethoden aus diesem Buch bewusst anwenden. Vielleicht lernen Sie so auf eine zufällige Art Ihren zukünftigen Arbeitgeber kennen? Möglich wäre es, ich habe viele Fälle dokumentiert, bei denen es so funktioniert hat. Selbst auf meinem Weg war es bisher sehr oft der Fall, dass ich genau die Menschen kennen gelernt habe, die mir weiterhelfen konnten. Auch Sie werden anfangen, die richtigen Menschen anzuziehen, da Ihr Unterbewusstsein bestimmte Schwingungen zu anderen Menschen sendet, die darauf anspringen. Außerdem werden Sie auch mit der Zeit ein Gefühl für die Ausstrahlung anderer Menschen in Ihrer Umgebung bekommen. Ihr Unterbewusstsein sendet nicht nur, sondern empfängt auch Schwingungen und wird Sie in die richtige Richtung weisen. Sie werden empfänglicher für den Gemütszustand Ihrer Mitmenschen und erkennen, in welcher Laune Sie sich befinden. Diese Fähigkeit der Empathie ist sehr nützlich bei Verhandlungen und verleiht Ihnen das nötige Feingefühl, mit ihren Mitmenschen umzugehen. All das wird sich für Sie auftun, wenn Sie sich Ihr Ziel deutlich vor Augen malen und wissen, welchen Weg Sie gehen müssen.

 

 

Die Welt macht dem Platz, der weiß, wohin er geht.

 

Ralph Waldo Emerson

 
 

 

Um also ein bestimmtes Ziel zu erreichen, müssen Sie Ihr Unterbewusstsein dazu bringen, den gewünschten Weg einzuschlagen. Das heißt, hören Sie jetzt damit auf, sich von anderen beeinflussen zu lassen. Hören Sie auf damit, sich von Fernsehen, Zeitung und der Gesellschaft sagen zu lassen, was Sie anziehen, essen, kaufen und vor allem denken sollen. Lassen Sie sich von niemandem mehr sagen, was Sie können und was nicht. Sie können alles das werden, an das Sie glauben. Wenn Sie nicht selbst denken, dann tun es andere für Sie, und raten Sie mal, wem es dabei besser geht?

 

Niemand hat mich gefragt, ob ich leben will, also kann mir auch niemand sagen, wie ich leben soll!!

Friedrich Schiller

 

Wie Sie sehen, hat Friedrich Schiller das mit diesem Ausspruch präzise formuliert. Nehmen Sie Ihr Schicksal ab jetzt selbst in die Hand. Lassen Sie sich von jetzt an nicht mehr von äußeren Umständen beherrschen, sondern herrschen Sie über diese Umstände. Und das ist ganz einfach, wenn man die geistigen Gesetzmäßigkeiten kennt und zu seinen Gunsten anwendet. Sie können sich absolut darauf verlassen. Diese Gesetze sind nichts anderes wie Naturgesetze und funktionieren immer und bei jedem, auch bei Ihnen. Jeder kann auf dem Wasser schwimmen, wenn er es erlernt hat, und jemand, der nicht schwimmen kann, wird untergehen und ertrinken. Deshalb, Sie können sofort Ihren unglücklichen Lebensumstand verlassen und erfolgreich sein. Alle Menschen, die bisher bewusst oder unbewusst diese Techniken anwandten, wurden ungeheurer erfolgreich. Es ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen, dass in diesem Buch sehr viele Zitate von äußerst erfolgreichen Menschen zu finden sind, warum? Weil eben diese Männer mit diesen Zitaten nichts anderes sagen, als was ich hier in diesem Buch schreibe. Verfolgen Sie selbst Autobiographien von Menschen, die etwas Außergewöhnliches geschafft haben. Sie werden feststellen, dass bei jedem immer ein Gedanke zum Ziel wurde und der unerschütterliche Glaube, dieses Ziel zu erreichen. Und alle haben, ob Sie es wollen oder nicht, damit Ihrem Unterbewusstsein eine klare Vorstellung vermittelt, wohin der Weg gehen soll. Ich werde Ihnen jetzt im weiteren Verlauf zeigen, wie Sie Ihr Unterbewusstsein ganz gezielt beeinflussen können, damit Sie Ihr Ziel erreichen. Dann sind Sie in der Lage, die Methoden gezielt einzusetzen, um Ihren weiteren Weg selbst bestimmen zu können. Sie bestimmen damit Ihr Schicksal von da an selbst. Fangen wir noch mal beim Glauben an und fassen zusammen.

 

Glaube

Fangen Sie jetzt an damit an, Ihr Unterbewusstsein zu beeinflussen um Ihr Schicksal zu formen. Die erste wichtige Technik dazu ist der Glaube. Bereits am Anfang dieses Buches habe ich ausführlich darüber berichtet, wie außerordentlich wichtig es ist, zu glauben. Zuerst kommt der Glaube. Diesen müssen Sie ständig mit sich herumtragen. Glauben Sie daran, dass Sie alles verwirklichen können, was Sie sich vorstellen. Damit haben Sie schon einen großen Schritt in Richtung neues Leben getan. Alles, was Sie in Ihrem Leben tun, getan haben oder noch tun werden, wird immer auf dem Glauben basieren. Denken Sie darüber nach. Sie können alles erreichen, woran Sie glauben können, und dafür gibt es mannigfaltige Beweise. Wladimir Kosmitsch Sworykin, der Mitbegründer des Fernsehens und Bildübertragung, glaubte z.B. daran, dass es eine Möglichkeit gibt, bewegte Bilder durch die Luft zu senden. Er wurde ausgelacht und sollte sogar in eine Nervenheilanstalt eingeliefert werden. Und doch ließ er sich nicht von seiner Idee abbringen, sondern er glaubte felsenfest an seine Idee. Letztendlich machte er das Unmögliche wahr und schuf eine Möglichkeit, Bilder durch die Luft zu übertragen. Der Glaube ermöglicht es auch, über glühende Kohlen zu gehen, ohne sich zu verletzen, und der Glaube hat es geschafft, dass wir heute in Flugzeugen sitzen und in wenigen Stunden von einem Ort der Erde zum anderen gelangen können. Stellen Sie sich vor, jemand hätte anfangs des 19. Jahrhunderts gesagt, dass es 80 Tonnen schwere Großraumflugzeuge geben wird, die bis zu 400 Passagiere in einer Höhe von zehntausend Metern befördern. Man hätte Sie wahrscheinlich auch für verrückt erklärt, nicht wahr? Und doch hat sich immer wieder gezeigt, dass Menschen alles das schaffen, an das Sie glauben. Dieses Prinzip ist wie ein Naturgesetz und es spielt keine Rolle, ob Sie bisher als dumm oder gebildet, gut oder böse galten. Ein guter Mensch kann sich genauso am Feuer verbrennen wie ein böser, und beide können damit auch köstliche Mahlzeiten zubereiten. Das Beste bei unserer Methode ist, dass willentliche Anstrengung verboten ist. Sie müssen sich einfach von Ihrem Unterbewusstsein leiten lassen und Sie werden Ihr Ziel erreichen. Gut, es ist vielleicht möglich, dass Sie ein wenig für den Erfolg arbeiten müssen, aber diese Anstrengung ist nichts im Vergleich damit, ein Leben voller Mangel in Arbeitslosigkeit zu fristen, ist es nicht so? Deshalb vertrauen Sie der Erfolgsmethode „Die 3 Kräfte“, denn diese Methode ist die Essenz aller Erfolgsrezepte, die es gibt. Der Glaube alleine versetzt schon Berge, aber das ist uns noch zu wenig. Wir wollen mehr, und deshalb zeige ich Ihnen weitere Möglichkeiten, Ihr Unterbewusstsein zu beeinflussen, so dass es gar keine andere Wahl mehr hat, Ihnen Ihre Wünsche zu erfüllen. Die nächste Technik ist die Imagination.

Imagination

Auch die bildhafte Vorstellung habe ich schon angedeutet. Die Vorstellung ist direkt nach dem Glauben die wichtigste Technik, Ihrem Unterbewusstsein etwas mitzuteilen. Denn die Sprache des Unterbewusstseins ist das Bild. Alles, was Sie sagen, oder gesagt bekommen, wandelt Ihr Unterbewusstsein in Bilder um. Daher ist eine klare bildhafte Sprache für das Unterbewusstsein sehr interessant und es reagiert auch sehr gut darauf. Auf diese Weise kommuniziert Ihr Unterbewusstsein auch mit Ihnen, so, wie es z.B. bei Träumen der Fall ist. Umso intensiver und deutlicher Sie eine bildhafte Vorstellung vom gewünschten Zustand haben, desto schneller wird sich dieser Zustand verwirklichen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich ein mentales Bild von Ihrem Ziel ausmalen. Wenn Sie also arbeitslos sind, fangen wir am besten erstmal klein an und stellen uns unsere neue Arbeitsstelle intensiv vor. Nähren Sie Ihren Geist mit dieser Vorstellung, so oft es Ihnen möglich ist. Am besten, Sie richten sich am Tag mindestens 15 Minuten ein, in denen Sie Ihrem Unterbewusstsein  positive konstruktive Bilder übermitteln. Auch vor dem Schlafengehen ist es sehr fördernd, sich Vorstellungen zu machen. Ihr Unterbewusstsein reagiert sehr stark auf diese Bilder und möchte diese verwirklichen. Es wird anfangen, für Sie verborgen dafür nach Wegen zu suchen. Denken Sie noch mal an unser Pendelexperiment. Ihr Unterbewusstsein reagierte unmittelbar auf Ihre bildhafte Vorstellung und verwirklichte sie. Das Besondere aber an der Imagination ist die Tatsache, dass die Bilder, die Sie sich vorstellen, für Ihr Gehirn wahr sind. Ihr Gehirn macht keinen Unterschied zwischen einer Erinnerung und einer Vorstellung. Die Vorstellung, die Sie haben, ist für Ihr Unterbewusstsein so real wie eine tatsächliche Erinnerung. Ganz deutlich kann das mit Hypnose bewiesen werden. Es lassen sich in diesem Zustand ganz leicht Erinnerungen löschen und durch neue ersetzen, ohne dass die hypnotisierte Person einen Unterschied zur echten Erinnerung merken wird. Diese suggerierte Erinnerung (Vorstellung) ist für diese Person genau so wahr und real, als ob Sie es tatsächlich durchlebt hätte. Es gab auch Experimente mit Sportlern, die an Herzfrequenzmessgeräten und Pulsmessern angeschlossen waren und sich vorstellen sollten, sportliche Leistungen zu vollbringen. Tatsächlich schlugen die Geräte aus und der Puls der Sportler stieg an. Für das Unterbewusstsein war die mentale Vorstellung von Sport so real, dass es anfing, die Herzfrequenz zu steigern und die Körperaktivitäten hochzufahren. Es wurde sogar durch Tests bewiesen, dass es durch Vorstellung möglich ist, Muskelmasse aufzubauen und Kraftzuwachs zu erreichen. Dabei schnitten die Probanden im Vergleich zu tatsächlich Trainierenden im Vergleich nur 30% schlechter ab, obwohl Sie tatsächlich keinen Finger rührten. Sie können also daraus schließen, dass Bilder unser Gehirn in intensiver Weise beeinflussen. Es spielt keine Rolle für Ihr Gehirn, ob die Bilder, die Sie im Geist haben, nur Imagination oder tatsächlich passiert sind. Sie können dieses Prinzip auch an Ihren Mitmenschen antesten. Wenn Ihr Ehepartner mal schlechte Laune hat, erinnern Sie Ihn beiläufig an etwas Schönes, indem Sie sagen: „ Ach, wenn wir zusammen essen gehen, geht es uns immer gut.“ Oder „Im letzen Urlaub hast Du aber mehr gelächelt.“ Die Person, zu der Sie das sagen, wird sich dann unweigerlich an den letzten Urlaub erinnern. Für das Unterbewusstsein ist diese Erinnerung oder Vorstellung so real, als ob Sie tatsächlich im Urlaub ist, und es wird dann genau dieselben positiven Gefühle auslösen, die mit diesem Ereignis verknüpft waren. Ihr Gesprächspartner wird wahrscheinlich sofort seine Gesichtszüge glätten und wesentlich entspannter wirken als noch wenige Augenblicke zuvor. Vorstellungen werden auch genau auf dieselbe Weise in den Zellen gespeichert, als ob es Erinnerungen wären und umgekehrt. Ihr Unterbewusstsein macht dabei nicht den geringsten Unterschied.

 

Auch die berühmte Formel von Albert Einstein E=mc2 ist für unsere Betrachtungsweise recht interessant. Diese Formel sagt uns, dass Energie gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit im Quadrat ist. Man kann daraus entnehmen, dass Energie = Masse ist und umgekehrt. Das bedeutet im Klartext, dass es gar keine Materie gibt, sondern dass alles aus Energie besteht. Nur die Form und Dichte unterscheidet sich. Da Gedanken auch messbare Energie sind, lässt sich erkennen, dass irgendwie alles aus derselben Masse zusammengesetzt ist. Bei Metaphysikern wird diese Energie auch Geist genannt, und die stellten folgenden Grundsatz auf:

 

Materie ist die niedrigste Form des Geistes, und Geist ist die höchste Form der Materie.

 

Mit dieser Aussage und der Theorie von Albert Einstein wird also angedeutet, dass Gedanken noch weit mehr sind, also unwillkürliche, biochemische Vorgänge im Gehirn, sondern tatsächlich Realität. Wenn Sie sich also ein Auto vorstellen, existiert dieses Auto tatsächlich genau so wie ein echtes Fahrzeug, das auf der Straße steht. Es hat, physikalisch gesehen, nur eine andere Dichte. Ihre Gedanken sind also Realität, ob psychologisch oder physikalisch gesehen. Und Ihr Unterbewusstsein sucht sich einen Weg, Ihre Vorstellung zu verwirklichen. Leider kann ich nicht tiefer in diese Thematik einsteigen, ohne ins religiöse oder esoterische Lager zu rutschen. Aber auf der geisteswissenschaftlichen Ebene gibt es weitere Theorien über Geist und Materie, die sich noch tiefer mit diesem Thema beschäftigen. Wichtig für das Erlernen unserer Erfolgsmethode ist, dass Sie wissen, dass jede bildhafte Vorstellung auf psychischer Ebene für Ihr Unterbewusstsein absolut real ist, und dass Ihr Unterbewusstsein auf Diskrepanzen Einfluss nimmt, um diese mit der bildhaften Vorstellung zu harmonisieren, und, dass Ihre Gedanken auf physischer Ebene Energie und somit auch wirklich real sind, gemäß der Relativitätstheorie von Albert Einstein. Ich denke, dass Sie keine Schwierigkeiten damit haben werden, zu glauben, das Unsichtbares tatsächlich existiert und in Erscheinung treten kann. Ich erinnere dabei an den elektrischen Strom. Diesen können wir auch nicht sehen, doch liefert er uns Energie und kann uns sogar töten. Sogar jetzt, in diesem Moment, in dem Sie dieses Buch lesen, sind Sie umgeben von unzähligen Daten, Bildern, Musik und Gesprächen, die von Satelliten um die ganze Welt gesendet werden. Sie können heute fast an jedem Punkt der Erde ein Handy benutzen. Dabei wird Ihre Stimme auch in unsichtbare digitale Einheiten umgewandelt und ins Weltall geschickt, um von dort aus zu einer ganz bestimmten Person zu finden. Dass sogar heute schon durch Wireless Lan oder UMTS das ganze Internet durch die Luft übertragen wird, ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir das alles weder sehen noch wahrnehmen können. Aber ebenso wie diese Welt von Strahlung, Elektrizität und Ferndatenübertragung existiert, gibt es die geistige Welt, ebenfalls nicht sichtbare Ebene, die unser Leben im erheblichen Maße beeinflusst. Das Gute aber ist, dass Sie jetzt um die geistigen Gesetze Bescheid wissen und in Zukunft diese zu Ihren Gunsten ausnutzen können.

Doch was ist, wenn ich trotzdem nicht an meinen Erfolg glauben kann? Was ist, wenn ich Zweifel hege und Angst davor habe, die richtigen Schritte zu unternehmen? Was ist, wenn ich glaube, dass ich kein Erfolgsmensch bin? All diese Fragen finden ihren Ursprung in einer falschen Programmierung. Diese falsche Programmierung steht  Ihnen im Weg. Sie selbst stehen sich damit im Weg.

 

Wenn Du immer nur die Schattenseite siehst, dann dreh` Dich mal in Richtung Sonne, und vielleicht merkst Du dann, dass  Du die ganze Zeit nur in Deinem eigenen Schatten gestanden hast.

Christoph Mittler-Coe (1965)

 

Ich werde Ihnen jetzt zeigen, wie eine falsche Programmierung zustande kommt und wie man diese Hindernisse auflösen kann. Außerdem werden Sie ein weiteres machtvolles Werkzeug kennen lernen, mit dem Sie Ihr Unterbewusstsein auf überzeugende Art beeinflussen. Um den Anfang zu machen, sollten wir klären, wieso eine falsche Programmierung überhaupt entsteht. Wie Sie wissen, haben wir kurz das Thema „automatische Handlung“ schon einmal behandelt. Das Bewusstsein ist ziemlich träge und möchte nicht jedes Mal über jede Aktion nachdenken müssen. Deshalb übergibt es die langweiligen lästigen Aufgaben dem Unterbewusstsein. Wenn das Unterbewusstsein erstmal eine Handlung übernommen hat, dann wird diese Handlung zur automatischen Handlung, Zwang oder Gewohnheit. Ein Beispiel zur automatischen Handlung ist das Schreibmaschinenschreiben, man muss es mühsam lernen und üben bevor man blind schreiben kann(Üben = Wiederholen). Durch die ständige Wiederholung der Übungen prägen sich die Tasten ins Unterbewusstsein ein und nach einiger Zeit können Sie fast automatisch in einer Geschwindigkeit schreiben, die bewusst niemals möglich wäre. Sonst müssten Sie jedes Mal erneut nachdenken, wo überhaupt die Taste ist, mit der Sie schreiben wollen. Ähnlich verhält es sich mit dem Klavierspielen. Auch Fahrrad- und Autofahren spielen sich zum größten Teil nur noch automatisch ab, ohne dass Sie darüber große Überlegungen anstellen müssen. Aber auch einzelne wiederholte Handlungen werden automatisiert und somit zur Gewohnheit. Eine schädliche Gewohnheit ist z.B. das Rauchen oder Essen. Haben wir schlechte Essgewohnheiten, nehmen wir zu und haben große Schwierigkeiten, aus dieser Gewohnheit wieder herauszukommen. Ebenso ist es mit dem Rauchen, nur dass Zigaretten zusätzlich noch süchtig machen. Eine Gewohnheit, die Sie nicht mehr kontrollieren können, nennt man Zwang. Ihr Unterbewusstsein macht aber nicht nur Handlungen zur Gewohnheit, sondern auch Ihre Gedanken. Wenn Sie oft denken, dass Sie minderwertig sind, gewöhnen Sie sich an diesen Gedanken und alle übrig gebliebenen positiven Gedanken passen sich allmählich den gewohnheitsmäßigen Gedanken an, und Sie verlieren immer mehr die Kontrolle darüber. Schon im jüdischen Talmud steht genau aufgeschrieben:

 

Säe einen Gedanken und ernte eine Tat. Säe eine Tat und ernte eine Gewohnheit. Säe eine Gewohnheit und ernte einen Charakter. Säe einen Charakter und ernte ein Schicksal.

 

Ihr Unterbewusstsein übt mehr Einfluss über Ihr bewusstes Handeln aus, als Sie vielleicht glauben können. Denn Ihre Gewohnheiten bestimmen tatsächlich Ihren Charakter und damit Ihr Schicksal. Schlechte Gewohnheiten führen langfristig zu Krankheiten, Problemen und Disharmonie auf persönlicher und partnerschaftlicher Ebene. Gute hingegen bewirken auf Dauer Harmonie und Gesundheit. Gewohnheiten prägen sich aus unseren Gedanken und Handlungen. Zeit und Wiederholung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wenn Sie dann mit Vernunft gegen schlechte Gewohnheiten und Zwänge ankämpfen, machen Sie es gemäß des Gesetzes der „gegenteilig bewirkten Anstrengung“ nur noch schlimmer. Sie werden mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, dass Gewohnheiten tatsächlich unser Leben bestimmen. Wenn wir also unser Schicksal bestimmen wollen, müssen wir lernen, unseren Charakter zu ändern. Unser Charakter wird durch unsere Gewohnheiten bestimmt, unsere Gewohnheiten sind nichts anderes als Programme, die in unserem Inneren ablaufen. Wenn wir also eine schlechte Angewohnheit haben, können wir von einer falschen Programmierung sprechen. Ihr Unterbewusstsein arbeitet nach einem Programm, dass Sie selbst ihm eingegeben haben. Wenn Sie vor einer Tür stehen, brauchen Sie nicht nachzudenken, Sie öffnen Sie einfach automatisch. Weil Sie Ihr Unterbewusstsein so programmiert haben. Die Tür ist der Auslöser für eine bestimmte programmierte Handlung, die in Ihnen steckt. So gibt es viele Auslöser, die bestimmte Handlungen hervorrufen. Schönes Wetter kann z.B. gute Laune auslösen oder ein Geruch kann Sie dazu bringen, sich an vergangene Ereignisse zu erinnern. Alle diese Programme sind durch Wiederholung ins Unterbewusstsein gelangt und arbeiten von dort aus ständig und beeinflussen unser Handeln. Dieses System ist von der Natur sehr intelligent angelegt worden, um uns großes Überlegen in Gefahrensituation zu ersparen. Wenn Gefahr droht, haben wir den Impuls wegzulaufen, wenn wir nämlich in Gefahr erst groß nachdenken müssten, was zu tun ist, könnte es uns das Leben kosten. Aber die Sache hat einen Haken. Ihr Unterbewusstsein bewertet die Programme oder Gewohnheiten, die in Ihnen arbeiten, nicht. Das bedeutet, dass schlechte schädliche Programme ebenso ablaufen, wie gute konstruktive Gewohnheiten. In diesem Buch lernen Sie aber, Herrscher über die Umstände zu werden anstatt von Ihnen beherrscht zu werden. Sind vielleicht schlechte Denkgewohnheiten dafür verantwortlich gewesen, dass Sie bisher keinen Erfolg hatten? Bestimmt! Auch wenn Sie es bisher noch nicht erkannt haben. Der Schlüssel zu den Gewohnheiten sind unsere Gedanken.

Jeder Gedanke oder jede Tat, die sich wiederholen, prägen sich ins Unterbewusstsein ein, und werden zur Gewohnheit oder Programm. Lassen Sie uns dieses Prinzip ausnutzen, um Ihr Unterbewusstsein mit aufbauenden positiven Gedanken zu programmieren. Denn diese Programme, die in Ihnen ablaufen, bestimmen nämlich was Sie denken, wie Sie handeln, und was Sie in Zukunft noch tun werden. Wenn Sie z.B. öfter schlechte Gedanken haben, liegt das an einer falschen Programmierung. Diese Programme haben sich seit Ihrer Kindheit gebildet und bis heute entwickelt. Es ist an der Zeit, diese Programme nicht mehr dem Zufall zu überlassen, denn wie gesagt, können diese sehr destruktiv sein. Diese schädlichen Programme können dafür verantwortlich sein, dass Sie schüchtern, alkoholsüchtig, fresssüchtig, zornig oder depressiv sind. Das Schlimme dabei ist sogar, dass Sie nicht unbedingt für diese schädlichen Verhaltensweisen verantwortlich sein müssen. Denn Ihr Unterbewusstsein nimmt nicht nur Ihre eigenen Gedanken auf, sondern auch die Ihrer Mitmenschen, in Form von gesprochenen Worten. So sind z.B. Aussprüche der Eltern zu ihren Kindern wie: „Aus Dir wird nie etwas“, „Du bist dumm“, „Du kannst es nicht“ katastrophal. Besonders dann, wenn diese gefährlichen Suggestionen wiederholt ausgesprochen werden. Bei Kindern ist es sogar so, dass ihr Unterbewusstsein aufnahmefähig wie ein Schwamm ist. Es reicht oft schon, wenn ihr Bewusstsein eine Aussage als wahr annimmt, dass diese direkt als Programm ins Unterbewusstsein installiert wird. Kinder oder Jugendliche, die oft mit solchen Kommentaren konfrontiert wurden, haben im Erwachsenenalter große Probleme und wissen gar nicht warum. In psychoanalytischen Behandlungen kommt immer wieder ans Tageslicht, dass manchmal ein falsches Wort von Eltern oder Lehrern dazu geführt hat, dass ein Mensch in seinem späteren Leben mit unüberwindbaren Problemen zu kämpfen hatte. Aber es gibt eine Möglichkeit, diese schädlichen Programme zu neutralisieren und durch neue positive zu ersetzen. Wie wir schon erkannt haben, führen wiederholte Gedanken zu Gewohnheiten, also zu Programmen. Diese Programme laufen in unserem Unterbewusstsein ab und beeinflussen wiederum unsere bewussten Entscheidungen.

Unsere Entscheidungen bestimmen dann unser Schicksal. Zusätzlich werden diese im Unterbewusstsein laufenden Programme als wahr vom Unterbewusstsein angenommen. Das bedeutet, dass auch unbewusste Programme sich verwirklichen wollen. Wenn Sie z.B. früher oft gehört haben: „Du wirst es nie zu etwas bringen und landest im Armenhaus“, kann diese Suggestion ins Unterbewusstsein gelangt sein. Diese Suggestion arbeitet nun in Ihrem Inneren und wird, da sie von Ihnen als wahr angenommen wurde, versuchen, diese Vorstellung zu verwirklichen. Dieses Prinzip nennt man dann „self fullfulling Prophecy“. Das bedeutet, eine Prophezeiung, die Ihnen jemand ausgestellt hat, wird von Ihnen auf unbewusster Ebene verwirklicht, da Sie daran glauben. Wenn Sie also in der Vergangenheit viele Probleme hatten, kann das an einer falschen Programmierung gelegen haben. Wenn ein Computerprogramm nicht mehr zuverlässig arbeitet, wird es Zeit, das Betriebssystem zu wechseln. Die Programmiersprache Ihres Unterbewusstseins nennt man „Suggestion“. Es funktioniert nach dem alten Prinzip „Was ein Mensch sät, dass wird er auch ernten“, in moderner Computersprache heißt das „Input gleich Output“. Die Technik, um gezielt Programme in Ihr Unterbewusstsein zu prägen und diese für sich arbeiten zu lassen, nennt man Autosuggestion. Auto bedeutet dabei, dass Sie sich selbst die Suggestionen geben, die Ihr Unterbewusstsein beeinflussen sollen. Sie lernen also jetzt, wie Sie in der Lage sind, sich selbst auf Erfolg zu programmieren und Ihr Unterbewusstsein in der Art zu beeinflussen, dass es für Sie automatisch nur Positives produziert, Tag und Nacht. Mit dieser Technik können Sie sich praktisch selbst verändern und seelische Blockaden auf einfache Weise auflösen. Nach einiger Zeit, wenn diese Programme anfangen zu arbeiten, werden Sie sich mehr und mehr Ihrem Wunsch entsprechend verändern. Besonders gut ist die Wirkungsweise der Autosuggestion in der Online Enzyklopädie Wikipedia zusammengefasst:

 

Dort heißt es:

Autosuggestion ist der Prozess, durch den eine Person ihr Unterbewusstsein trainiert, an etwas zu glauben. Dies wird erreicht durch Selbsthypnose oder wiederholte Selbst-Affirmationen und kann als eine Form von selbst-induzierter Gehirnwäsche angesehen werden. Die Akzeptanz von Autosuggestionen durch den Geist kann durch mentale Visualisierungen des erwünschten Ziels beschleunigt werden. Der Erfolg der Autosuggestion wird umso wahrscheinlicher, je konsistenter und länger (bzw. öfter) sie angewendet wird.

 

Autosuggestion wird meistens so durchgeführt, dass man im Geist immer den gleichen Gedanken wiederholt, bis der Geist ihn akzeptiert hat. Dabei ist es egal, ob es sich um einen positiven oder negativen Gedanken handelt. Man hofft dann, dass sich dieser Gedanke in Überzeugungen oder Tatsachen verwandelt. Dieser Prozess kann sowohl absichtlich wie auch unabsichtlich erfolgen, obwohl Autosuggestion normalerweise die bewusste Anwendung bedeutet. Sich die Auswirkungen einer Überzeugung bildlich vorzustellen, sie verbal zu bekräftigen oder sie zu denken, indem man seine innere Stimme benutzt, sind typische Wege, den eigenen Geist durch Autosuggestion zu beeinflussen.

 

Die Lehre der Autosuggestion wurde von dem französischen Apotheker Emile Coué im 19. Jahrhundert entwickelt. Er bemerkte, dass die Wirkung der Medikamente, die er seinen Kunden gab, davon beeinflusst wurde, mit welchen Worten er sie ihnen überreichte. Aus dieser Beobachtung entwickelte er den Gedanken, dass jeder Mensch sein Wohlbefinden steigern kann, indem er sich selbst Suggestionsformeln vorsagt.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Autosuggestion

 

Besonders treffend ist die kurze Formulierung: „Autosuggestion heißt, dass man im Geist immer den gleichen Gedanken wiederholt, bis der Geist ihn akzeptiert hat“. Und sobald Ihr Unterbewusstsein erstmal einen Gedanken akzeptiert hat, wird es diesen Gedanken auch mit höchster Zuverlässigkeit verwirklichen. Diese Methode eignet sich insbesondere dafür, wenn Sie noch keinen starken Glauben haben und nicht fassen können, was Ihnen alles möglich ist. Die Suggestion ist eine Technik, die direkt das Unterbewusstsein anspricht. Wenn Sie bewusst Probleme haben zu Glauben oder sich Vorstellungen zu machen, prägen Sie mit dieser Technik Ihre Vorstellung direkt ins Unterbewusstsein ein. Sie täuschen Ihrem Unterbewusstsein praktisch vor, dass Sie bereits an etwas glauben. Und so wird Ihr Unterbewusstsein dabei helfen, dass Sie sich in diese Richtung bewegen. Emile Coué entdeckte dieses machtvolle Werkzeug als Erster. Coué war Apotheker und erkannte den Placebo Effekt, indem er seinen Kunden die angebliche Wirkungsweise des verkauften Präparates erläuterte. Er gab seinen Kunden also Suggestionen wie: „ Das wird Ihnen bestimmt helfen“, oder „ Diese Medizin hat immer Erfolg“.. Er stellte fest, dass die Kunden, denen er von der Wirkungsweise des Medikamentes erzählte, schneller wieder gesund wurden als diejenigen, denen er nichts erzählte. Manche Präparate hatten sogar überhaupt keine Wirkung, und trotzdem verspürten die Kunden von Coué eine Wirkung, ganz so, wie er es Ihnen gesagt hatte. Er fand heraus, dass diese besonderen Heilerfolge einzig und allein seinen Suggestionen zu verdanken waren. Später gründete er sogar ein Krankenhaus, in dem die Patienten, die zu ihm kamen, nur mit der Technik der Autosuggestion behandelt wurden. Denn Coué erkannte, dass die Ursache aller Dinge, auch von Krankheiten, Gedanken sind. So forderte er die Kranken auf, folgenden Satz je 20 Mal morgens und abends zu wiederholen: „ Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser“.  Das Ergebnis dieser Behandlung war, dass viele Patienten von ihren Beschwerden geheilt wurden. Es gab dabei Fälle von Lähmung, Blindheit und andere hoffnungslose Fälle. Kein Wunder, dass Coué sogar als Wunderheiler zu seiner Zeit galt. Dabei betonte er immer, dass nicht er die Menschen heilen würde, sondern dass sie es selbst tun würden. Die Technik der Autosuggestion wird Ihnen nicht nur helfen, lästige Gewohnheiten abzulegen und durch neue positive zu ersetzen, sondern Sie verstärken Ihre Ausstrahlung um charismatischer, offener, selbstbewusster zu wirken. Sie werden beginnen, Ihr eigenes Leben positiver zu sehen, glücklicher und zufriedener zu sein, mehr Hoffnung zu haben. Nebenbei beeinflussen Sie Ihre Gesundheit positiv, z.B. um Ihr Immunsystem zu stärken und Schmerzen zu lindern und können lästige Krankheitssymptome  vermindern.

Doch wie funktioniert das mit den Autosuggestionen? Nehmen wir an, Sie wären faul, müssten aber aufgrund Ihrer gesundheitlichen Situation anfangen, Sport zu treiben. Wenn Sie jetzt anfangen würden sich zu bewegen, obwohl Sie keine große Lust dazu  sondern eher eine Abneigung gegen Sport haben, würde es Ihre Abneigung nur verstärken. Sie würden beispielsweise mit einer negativen Einstellung anfangen zu laufen, die dazu führen würde, dass sie nur die negativen Aspekte dieser Aktion wahrnehmen würden. Das wiederum würde Sie in Ihrer Meinung stärken und Ihren Widerstand gegen Sport verschlimmern. Anders wäre es, wenn wir dieses Problem mit der Autosuggestion lösen würden. Der richtige Weg würde dann folgendermaßen aussehen. Als erstes brauchen wir eine positiv formulierte Suggestion, die uns nicht eingrenzt. Das heißt, wir vermeiden negative Ausdrücke wie: nicht, kein und die Vorsilben un und ent. Denn Ihr Unterbewusstsein denkt ja in Bildern und man kann sich nicht etwas nicht vorstellen. Das bedeutet, wenn Sie sagen würden “Ich bin ab jetzt nicht mehr faul“ wäre die Botschaft an Ihr Unterbewusstsein in Form von Bildern: „Ich bin jetzt faul“. Wenn Sie jetzt versuchen würden, sich keinen gelben Hund vorzustellen, müssten Sie sich ihn erst vorstellen, um zu wissen, es nicht zu tun. Aus diesem einfachen Grund sollten wir bei unserer Suggestionsbildung darauf achten, nur positiv zu formulieren. Das Zweite ist, dass wir versuchen sollten, unsere Suggestionen nicht zu begrenzen. Ein banales Beispiel dafür  wäre: „Ich verliere jeden Tag 3 Pfund Gewicht“. Sie haben also in Ihrer Situation mit dem Wert 3 Pfund festgelegt, dass Sie nicht mehr abnehmen könnten, ist es nicht so? Auf der einen Seite haben Sie so Ihren Erfolg selbst gebremst, aber aus anderer Sicht setzen Sie sich damit unter Druck. Sie wollen Ihren Körper dazu zwingen, nicht weniger abzunehmen. Dadurch geraten Sie in einer Drucksituation, die sich dadurch verschlimmern würde, wenn Sie das erwartete Ziel nicht erreichen würden. Sie würden den Glauben an Ihre Suggestion verlieren. Durch den Druck würden Sie gemäß dem Gesetz „der gegenteilig bewirkten Anstrengung“ überhaupt keinen Erfolg mehr haben. Sie würden sich nämlich willentlich anstrengen, Gewicht zu verlieren, und dabei an Ihre Misserfolge denken. Dieses Gesetz hatten wir ja bereits behandelt. Richtig wäre es, die Suggestion offen zu formulieren, also: „Ich verliere mit jedem Tag Gewicht und fühle mich dabei immer wohler“.  Diese Suggestion ist positiv und offen formuliert und wird zum Erfolg führen. Kehren wir nun zu unserem Sportfaulen zurück und erstellen für ihn eine geeignete Autosuggestion. In meinen Augen würde sich sehr gut eignen: „Ich genieße es wirklich, körperlich gut in Form zu sein. Ich achte auf meinen Körper. Ich halte mich fit“. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, ist die Affirmation zusätzlich noch so formuliert, als wenn der gewünschte Zustand schon eingetreten wäre. Das deckt sich auch mit dem, was Sie bisher über die Wirkungsweise des menschlichen Geistes gelernt haben. Die Suggestionsformel sollte laut Emile Coué folgendermaßen angewendet werden:

 

  • Führen Sie die Suggestion auf eine möglichst schlichte, kindliche und mechanische Art und Weise aus. Verzichten Sie dabei auf jede willentliche Anstrengung. Sagen Sie die Formel wie eine Litanei herunter. Auf diese Weise gelangt sie mechanisch über das Ohr ins Unbewusste. Wenn sie dort eingedrungen ist, wirkt sie.
  • Wichtig ist auch, dass die Formel gesprochen wird, da das Aussprechen nicht so  anstrengend ist wie sich zu konzentrieren und zu denken. Anstrengung muss vermieden werden.
  • Die Autosuggestion entfaltet ihre Wirkung durch die Wiederholung. Wie Sie gelernt haben, machen wir uns die Macht der Gewohnheit zunutze. Wenn Sie die Formel nur einmal pro Woche aufsagen würden, wäre die Wirkung eher zweifelhaft.
  • Emile Coués Universal-Formel war: Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser“. Seine Patienten sollten dieses sofort morgens vor dem Aufstehen und abends vor dem Einschlafen je 20 Mal wiederholen, da zu diesen Zeiten das Unterbewusstsein besonders aufnahmefähig ist.

 

Wenn unser bequemer Freund jetzt anfangen würde, unsere Formel nach Coues Anweisung zu verwenden: „Ich genieße es wirklich, körperlich gut in Form zu sein. Ich achte auf meinen Körper. Ich halte mich fit“, nämlich je 20 Mal nach dem Aufwachen und dem Einschlafen, würde sich das so auswirken. Kehren wir wieder zu unserer Computersprache zurück. Unser Freund fängt damit an, ein neues Programm zu installieren. Das alte Programm sagt: „Ich hasse Bewegung und bin faul“. Daher kommt es an den ersten Tagen zu einem unbewussten Konflikt. Bei unserem Sportsfreund tauchen Zweifel auf und er denkt, dass er den Unsinn lieber lassen sollte. Doch er hört nicht auf mit seinen Affirmationen. Nach vier Tagen erwischt er sich bei einer Unterhaltung dabei, wie er gerade sagen wollte: „Sport ist nichts für mich, Sport ist Mord“. Er unterbricht seinen Satz und sagt stattdessen: „Bewegung ist ja wirklich gesund für Körper und Geist“. Er fängt langsam damit an, darauf zu achten, was er so von sich gibt. Denn alles, was wir sagen, ist letztlich auch Autosuggestion. Er entwickelt also von sich aus eine Sensibilität für das, was er sagt. Nach etwa acht Tagen wird er hellhörig, wenn es um Fitness geht. Wenn andere darüber sprechen, wird er mit einem Ohr mithören. Auch Zeitungsartikel, die diese Themen behandeln, werden ihm auf einmal hochinteressant erscheinen. Nach rund zwei Wochen beginnt er, sich im Geiste auszumalen, wie er durch den Wald laufen wird und wie viel Spaß ihm das machen würde. Er wird sich in seinen Träumen besonders die positiven Seiten des Waldlaufs ausmalen. Er bekommt frische Luft. Er lernt vielleicht neue Leute kennen. Er wird Gewicht verlieren und ein besseres körperliches Erscheinungsbild erwirken. Sie sehen also, dass sich die Suggestion potenziert. Nach allerspätestens vier Wochen wird er den unwiderstehlichen Drang verspüren, mit dem Laufen oder einer anderen Sportart anzufangen. Er wird es dann sogar gemäß der Suggestion regelrecht genießen. Da er in seinem ganzen Körper den Drang zur Bewegung ausgelöst hat, werden sich bei ihm auch schneller Fortschritte einstellen, da sein gesamter Organismus bereits mental auf die ganze Angelegenheit vorbereitet wurde. Das alte Programm ist nun durch ein neues ersetzt worden und unsere faule Socke genießt es ab jetzt, sich zu bewegen. Doch Vorsicht, das alte Programm ist nicht gelöscht, es ist lediglich überschrieben und deaktiviert worden. Es ist aber immer noch da. Unser Unbewusstes nimmt aktiviert immer den stärkeren Gedanken an und macht ihn zur Gewohnheit. Das haben wir durch die ständige Wiederholung erreicht. Wenn unser Sportsfreund jetzt anfängt, sich nach einiger Zeit zu denken, „Mensch, auf der Couch ist es aber gemütlich“, dann holt er sich einen bildhaften Gedanken ins Bewusstsein und lädt ihn mit einer Emotion auf. Gedanken, die mit einer Emotion aufgeladen wurden, haben eine ungeheure Stärke und werden unseren Läufer dazu verführen, sich dieses angenehme Bild öfter ins Bewusstsein zu rufen. So wendet sich das Blatt dann und die Couch wird das vorherrschende Bild in seinem Geist. Das Ende vom Lied wird sein, dass er wieder in seine alten Gewohnheiten verfällt und diese noch mehr genießen wird als vorher. Obwohl es für ihn schädlich ist. Genauso verhält es sich mit allen Lastern wie rauchen, trinken oder faulenzen. Wir fangen an, Gedanken und Erinnerungen mit positiven Emotionen aufzuladen und diese werden dann unwiderstehlich für uns. Schon Jesus warnte vor dieser Gefahr, als er sagte:

 

Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

                                                                       Lukas 11,24-26

 

Wenn Sie also auf dem richtigen Weg sind, vermeiden Sie jeden Gedanken an den vorherigen Zustand, in dem Sie vorher gewesen sind. Unser Sportsfreund muss jeden Gedanken an Bequemlichkeit streng von sich weisen. Sonst heißt es auch bei Ihm: „So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden also vorher“. Das erreicht er am besten damit, dass er sich im Falle von schlechten Gedanken seinen Suggestionen zuwendet. Denn so lange das alte Programm noch da ist, wird es die erste Zeit versuchen, wieder hervorzukommen, um sich wieder bei Ihnen durchzusetzen.  Bis ein altes Programm vollständig in den Hintergrund getreten ist, kann es bis zu einem Jahr dauern. Halten Sie Ihren Blick also geradeaus gerichtet und bekämpfen Sie „böse Geister“ mit positiven Affirmationen. Vermeiden Sie es jederzeit, über schlechte Gedanken zu grübeln oder schädliche Gewohnheiten zu visualisieren. Deshalb sagte Jesus auch dieses Bibelwort.

 

«Wer anfängt zu arbeiten und sich dann durch irgend etwas ablenken lässt, kann Gottes Auftrag nicht ausführen.»

Lukas 9, 62

Schreiben Sie sich am besten diesen Satz auf, um sich daran zu erinnern, keinem schlechten Gedanken mehr Beachtung zu schenken. Denn wie Gedanken wirken können, wissen Sie ja. Das ist der Grund, warum die meisten Menschen in ihrem Leben scheitern. Sie lassen sich ganz einfach von Ihren Zielen und Träumen ablenken. Das Einzige, was Sie tun müssen, ist, sich beharrlich auf konstruktive Gedanken zu konzentrieren und schlechte Gedanken zu eliminieren. Das beste Werkzeug dazu ist die Autosuggestion. Damit Sie aber die ungeheure Macht der Autosuggestion nun für sich nutzen können, möchte ich Ihnen gerne ein Schema vorgeben, das Sie aufbauen und in die richtige Richtung lenken wird. Wenn Sie dieses Buch gekauft haben, weil Sie am Boden und arbeitslos sind, halten Sie sich bitte zuerst an das vorgegebene Schema. Wenn Sie Ihr erstes kleines Ziel erreicht haben, können Sie die Erfolgsmethoden aus diesem Buch anwenden wie Sie möchten. Dann wissen Sie auch ganz genau, wie der menschliche Geist funktioniert, und können auf eigene Faust damit erreichen was Sie wollen. Ich empfehle Ihnen, dass Sie die erste Schritte mit mir gehen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Jedes Kind lernt das Fahrradfahren auch zuerst mit einem Lehrer. Ich möchte, dass Sie Erfolg haben und wieder glücklich werden. Deshalb richten Sie sich zuerst nach mir. Wenn wir gemeinsam das Ziel erreicht haben, eine neue Einkommensquelle für Sie zu erschließen, können Sie die Prinzipien in diesem Buch ganz für sich verwenden.

 

Um die Macht der Autosuggestion zu nutzen, verwenden Sie die folgenden Suggestionen:

 

  • Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser.
  • Ich werde mit jedem Tag in jeder Beziehung immer reicher und reicher.
  • Ich bin reich, ich habe Erfolg, ich werde jetzt aufsteigen.
  • Ich bin erfolgreich. Ich bin auf dem besten Weg zu größerem finanziellen Erfolg und Unabhängigkeit.

 

Investieren Sie die nötige Zeit für diese Affirmationen. Versuchen Sie mindestens zweimal am Tag, jede dieser Suggestionen je 20 Mal zu wiederholen. Am besten dazu eignet sich die Zeit morgens, nachdem Sie aufgewacht sind, und abends, kurz bevor Sie einschlafen. Sollte das nicht möglich sein, versuchen Sie es, sobald es Ihnen möglich ist. Denn morgens und abends ist Ihr Bewusstsein weniger aktiv und Ihr Unterbewusstsein ist sehr offen für Suggestionen. Sprechen Sie diese Affirmationen auch vor sich her, wenn Sie mit dem Hund spazieren gehen oder Auto fahren. Tun Sie es so oft es Ihnen möglich ist. Diese Affirmationen alleine werden aus Ihnen einen neuen Menschen machen. Sie werden ganz von alleine damit anfangen, bestimmte Dinge zu visualisieren und hinhören, wo es wichtig für Sie ist. Sie machen sich die Macht der Gewohnheit zu Nutze, um Ihr Unterbewusstsein ständig nur positiven Gedanken auszusetzen. Den Rest wird dann Ihr Unterbewusstsein vollkommen automatisch für Sie erledigen. Die Autosuggestion ist eine der effektivsten Möglichkeiten, um den Geist zu beeinflussen. Nach einiger Zeit gehen diese Suggestionen in Fleisch und Blut über und entwickeln im Gehirn selbstständige automatische Muster. Durch diese Muster wird Ihr internales Repräsentationssystem dahingehend verändert, dass Sie plötzlich Möglichkeiten wahrnehmen, die Ihnen vorher nie in den Sinn gekommen wären. Die Welt, die Sie wahrnehmen, ist praktisch von Ihnen selbst erschaffen worden. Wenn Sie mit Ihren Augen etwas sehen, wird dieses Bild umgekehrt auf die Netzhaut projiziert und Ihr Gehirn repräsentiert Ihnen dann dieses Bild zusammen mit den anderen Sinneseindrücken. Das ist dann Ihre Wahrnehmung. Das, was Sie wahrnehmen, wird Ihnen von Ihrem Gehirn vorgegeben.

Allerdings entspricht der Eindruck von der Welt, den Sie von Ihrem Gehirn geboten bekommen, nicht ganz der Wirklichkeit. Der Eindruck, den Sie erhalten, ist nämlich stark gefiltert worden. Alle Informationen, die Sie ursprünglich aufgenommen haben, werden durch sogenannte kognitive Beurteilungsprogramme gestärkt, abgeschwächt und bewertet. Die Bewertung der Sinnesreize hängt dabei stark von Ihrem Glaubenssystem ab. Das Ergebnis dieses Prozesses ist, das Sie nur die Wirklichkeit wahrnehmen, die Ihnen Ihr Gehirn repräsentiert. Die Art und Weise, wie das Gehirn Ihnen die Wirklichkeit zeigt, nennt man internales Repräsentationssystem. Dieses System ist z.B. dafür verantwortlich, dass einer zum Glas Wasser halbvoll sagt und der andere halbleer. Manche Menschen bevorzugen auch bestimmte Sinneseindrücke. Der andere nimmt seine Umgebung bevorzugt mit den Augen wahr, der andere bewertet seine Umwelt nach Gehör. Wieder andere Menschen nehmen die Umgebung durch Gefühle wahr und beurteilen aufgrund dessen Ihre Umwelt. Wenn Sie einen Menschen, der die Welt lieber mit den Augen wahrnimmt, fragen, wie der Urlaub wahr, wird er höchstwahrscheinlich Antworten geben wie „das Meer war schön blau“ oder „der Sand war weiß“. Derjenige, der aber sich nach dem Gehör richtet, wird anders auf diese Frage reagieren. Zum Beispiel mit „es war sehr ruhig“ oder „man konnte immer das Rauschen des Meeres hören“. Dieses Repräsentationssystem wird von Ihrem Unterbewusstsein gesteuert, und wenn Sie die Welt als schlecht empfinden, werden Sie auch nur Schlechtes wahrnehmen. Wenn Sie aber Ihr Unterbewusstsein auf die schönen Seiten programmiert haben, werden Sie auch die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen. Durch die Autosuggestion beeinflussen Sie Ihr Unterbewusstsein in besonderer Weise und damit auch Ihr Repräsentationssystem

. Statt überall nur Leid und Arbeitslosigkeit werden Sie bald die Chancen wahrnehmen, die es an jeder Ecke gibt. Statt neidisch auf Ihren Nachbarn zu sein, der vielleicht eine Pizzabude eröffnet hat, werden Sie vielleicht denken, den kann ich vielleicht mit meinem Wagen helfen und selbst was dabei verdienen. Wenn ich durch die Stadt gehe, nehme ich dauernd Möglichkeiten wahr und sehe überall den Reichtum. Wenn Sie die Autosuggestion verwenden, wird sich nicht nur Ihr Verhalten ändern, sondern Sie werden Dinge sehen, die Ihnen vorher nie aufgefallen wären. Es ist wirklich wahr, der Mensch schafft sich seine eigene Realität. Merken Sie, wie alles ineinander greift und welche Macht alleine die Art zu denken hat? Denn wenn Sie anfangen, neue Möglichkeiten zu entdecken, stellen Sie sich diese auch bildhaft vor. Durch die Vorstellung wird Ihr Unterbewusstsein beeinflusst und unterstützt Sie in Ihrer Richtung. Sie sind in der Lage, Ihre Welt zu verändern. Sie sind der einzige Denker in Ihrer Welt. Niemand kann Ihnen vorschreiben, wie Sie über eine Situation zu denken haben. Nutzen Sie die Macht der Autosuggestion, um Ihre Realität und sich selbst zu verändern. Werden Sie zum Erfolgsmenschen. Sie können die Suggestion zusätzlich noch bestärken, wenn Sie sie niederschreiben. Am besten nehmen Sie dazu einen Stift und Papier und schreiben jede Suggestion 20 Mal auf. Auch das hat einen starken Effekt auf Ihr Unterbewusstsein. Sie formulieren die Suggestion nicht nur in Gedanken, sondern schreiben diese nieder. Dadurch werden andere Nervenbahnen angeregt und andere Muskeln kommen dabei ins Spiel. Sie sehen diese Suggestionen dann auch mit Ihrem visuellen Sinn, den Augen. So wird Ihr Unterbewusstsein vielfach angeregt. Lassen Sie diese unbändige Möglichkeit, sich selbst und Ihre Welt zu verändern, nicht einfach außer Acht, sondern wenden Sie die Autosuggestion beharrlich an. Machen Sie es sich zur Gewohnheit und geben Sie der Autosuggestion einen festen Platz in Ihrem Leben. Fangen Sie mit den Suggestionen an, die ich Ihnen vorgegeben habe, um sich aus Ihrer Lage zu befreien. Diese Technik erlaubt Ihnen praktisch, alles sein zu können, was Sie sich wünschen. Sie können alles mit der Autosuggestion verändern. Sie haben die Möglichkeit, unerwünschte Verhaltensweisen, Ängste und Gewohnheiten einfach mit den entsprechenden Affirmationen abzulegen. Die Suggestion ist die mächtigste Technik, die jemals entdeckt wurde! Sie gibt Ihnen die Kontrolle über Ihren Geist und erlaubt es Ihnen, alles das zu sein, was Sie möchten. Der einzige Preis, den Sie für ein solch tolles Werkzeug zahlen müssen, ist Beharrlichkeit. Die Autosuggestion lebt von der Wiederholung. Vielleicht merken Sie nach zwei Wochen noch nichts von den Wirkungen, aber wenn Sie zwei Jahre in die Zukunft gehen könnten, dann würden Sie die ganze Macht dieser Beeinflussungstechnik selbst erkennen. Sie können Ihr Leben ändern, ganz einfach. Jetzt gleich. Bringen Sie die nötige Disziplin auf, um die Affirmationen aus diesem Buch täglich zu wiederholen und Sie werden schon bald ein neues Leben haben. Ein Leben, in dem Sie bekommen, was Sie möchten. Nutzen Sie diese Kraft, denn der Wert dieser Information ist unbezahlbar.